Tirschenreuther Gerhard Bauer zum Oktoberfest in den USA
Maßkrug stemmen in Florida

Gerhard Bauer (rechts) trinkt schon mal Prosit mit dem Bierhaus-Eigentümer Harald Neuweg (Dritter von links), Wirtshaus-Manager James (Zweiter von links) und den Bandmitgliedern von "Die Edelsteiner". Die Österreicher sorgen bei der "Wiesn" unter Palmen für zünftige Musik. Bild: privat
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Tirschenreuth
01.10.2016
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Am Wochenende klirren nicht nur im Stiftland oder der Landeshauptstadt München die Maßkrüge aneinander. Auch im fernen Miami heißt es momentan "O'zapft is". Und mittendrin im amerikanischen Oktoberfesttrubel schlängelt sich ein waschechter Tirschenreuther durch die Bierbänke.

Gerhard Bauer ist in den kommenden Tagen nicht als Geschäftsmann, sondern als Kurzzeit-Bedienung unterwegs. In der Kreisstadt ist er bestens bekannt. Einerseits betreibt er eine erfolgreiche Werbemittelagentur, andererseits ist er bei zahlreichen Vereinen aktiv tätig. Doch den Unternehmer zieht es auch immer wieder in die Ferne. In den Wintermonaten betreibt er zum Beispiel sein Geschäft vom sogenannten "Sunshine-Office" aus.

Kontakt über Seidenbusch


Dieses originelle Bürokonzept hat sich Bauer ausgedacht, um den mitunter ungemütlichen Wintermonaten im Stiftland zu entgehen. Er arbeitet dann im "Sunshine-State" Florida und genießt die Zeit am Strand. Übrigens kann sich jeder, der daran interessiert ist, wochenweise mit im vorübergehenden Heim unter den Palmen einbuchen.

Zu seinem Engagement auf dem Oktoberfestableger in Miami kam der Tirschenreuther über einen anderen Oberpfälzer Auswanderer. Karl Seidenbusch, der in den USA ebenfalls einen erfolgreichen Gastronomiebetrieb führt, kommt mindestens einmal im Jahr nach Tirschenreuth und informiert sich täglich über die Geschehnisse in der alten Heimat. Seidenbusch stellte den Kontakt zu einem Österreicher her, der das Fest organisiert.

Mit Ziegenlederhose


Harald Neuweg hat mit seinem "Bierhaus" im Merrick Way in Miami anscheinend den Geschmack der Amerikaner getroffen. Bereits zum 22. Mal veranstaltet er die "Wiesn" unter Palmen. Der Gastronom und Bauer kamen ins Gespräch, und aus einem anfänglichen Spaß wurde tatsächlich Ernst.

Vor gut zwei Monaten hat Gerhard Bauer dann per Mail den Mini-Job als echte bayerische Oktoberfestbedienung angenommen. "Ich habe mir extra eine Ziegenlederhose gekauft, da schwitzt man weniger", erzählte Bauer noch kurz vor seiner Abreise. Vorbereitungen sind also getroffen. Und seit dem 19. September ist Gerhard Bauer nun schon über dem großen Teich. Seinen Dienst im "Bierhaus" trat er erstmals am 29. September an.

Pro Abend rechnet der Veranstalter mit mehreren Tausend Besuchern. "Meine Schicht geht täglich von 17 bis 24 Uhr", beschreibt Bauer seine Einsatzzeiten. Die vollen zehn Tage der Feierlichkeiten wird er aber nicht die Bierkrüge stemmen. "Fünf Tage Arbeit reichen völlig aus", sagt er gut gelaunt.

Kein Alkohol im Dienst


Während seiner Schicht ist Alkohol für ihn übrigens strengstens verboten. Dabei gäbe es in der Sonnenmetropole eine hervorragende Auswahl an bayerischem Bier. "Für angereiste Bayern gibt es sogar Maßkrüge", weiß der Tirschenreuther Geschäftsmann augenzwinkernd. Für die restlichen Besucher reichen die "kleinen" Gläser völlig aus.

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Weitere Informationen im Internet:

www.bierhaus.cc und www.sunshine-office.de
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