Trommelprojekt der Selbsthilfegruppe
Den Rhythmus ausleben

Die Selbsthilfegruppe Behinderte und Nichtbehinderte hat ein "Trommelprojekt" gegründet, das mit 1200 Euro von der "Aktion Mensch" gefördert wird. Unser Bild zeigt einen Großteil der Teilnehmer mit Musiklehrerin Christiane Zeigler (rechts) und SHG-Vorsitzenden Martina Sötje (vorne Mitte). Bild: kro
Vermischtes
Tirschenreuth
04.04.2016
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Ein Wir-Gefühl von Menschen mit und ohne Behinderung ist die Absicht eines neuen Projekts der Selbsthilfegruppe Behinderte/Nichtbehinderte. Und dazu soll ordentlich auf die Trommel geschlagen werden.

Die Selbsthilfegruppe Behinderte und Nichtbehinderte ist um eine weitere Attraktion reicher. Am vergangenen Freitag wurde in den Räumen des Sozialteams StiftlandOASE Tirschenreuth, die den Raum kostenlos zur Verfügung stellt, ein sogenanntes "Trommelprojekt" gegründet. Als Musiklehrerin konnte Christiane Zeigler von der Kreismusikschule gewonnen werden. Mit diesem inklusiven Percussion-Projekt will die Selbsthilfegruppe den Austausch von Menschen aller Altersstufen mit und ohne Behinderung fördern.

Barrieren abbauen


Ziel, so Vorsitzende Martina Sötje, sei ein "gemeinsame Wir-Gefühl von Menschen mit und ohne Behinderung entstehen zu lassen". Dazu gehöre der Aufbau von Freundschaften und Netzwerken, sowie der Abbau von Barrieren und Berührungsängsten. Ziel seien auch gemeinsame öffentliche Auftritte. "Einfache Lieder und herzhafte Trommelrhythmen bieten viel Spielraum für Kreativität und schafften so die Möglichkeit gleichberechtigt und miteinander gemeinsam in die Welt des Rhythmus einzutauchen, die Begeisterung für die Musik und den Rhythmus auszuleben."

Grenzen würden verschwinden und neue Perspektiven aufgezeigt, gemeinsame Werke entstehen. Die "Aktion Mensch" fördert dieses "Trommelprojekt" mit 1200 Euro. Von diesem Geld wurden die verschiedenen Percussion-Instrumente gekauft. Finanziert werden davon auch die Referentenkosten. Martina Sötje bedankt sich ausdrücklich bei der "Aktion Mensch" für die finanzielle Förderung, betonte aber zugleich, "das war ein harter Kampf, bis wie endlich die Förderzusage erhielten".

Nachhaltigkeit gesichert


Weil das Interesse an diesem "Trommelprojekt" so groß ist, wurden zwei Musikgruppen gegründet, die sie jeweils am Freitag in der StiftlandOASE zum Unterricht treffen, das Projekt läuft voraussichtlich bis Ende Juli. Martina Sötje zeigt sich jedoch zuversichtlich, dass die Workshops auch nach Beendigung dieses Projekts weiter laufen, die Nachhaltigkeit soll auf jeden Fall gesichert werden.
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