Typen gefragt, keine Weicheier
Sigrid Kandler spricht über "Männer und Frauen - verschieden wie Tag und Nacht"

Christine Schmidkonz (links) vom Ring junger Landfrauen und Kabarettistin Sigrid Kandler bei der Begrüßung auf der Bühne. Bild: jr
Vermischtes
Tirschenreuth
19.01.2016
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Das hört Mann gern: Frauen stehen auf richtige Kerle und nicht auf so angepasste Hausmänner. Behauptet zumindest Sigrid Kandler. Aber die ist ja auch Kabarettistin und nicht unbedingt ernstzunehmen.

Wondreb. Früher war die Welt noch in Ordnung. Die Männer sorgten zuhaue für wohlige Wärme, die Frauen für die Nestpflege. Die Männer sammelten Vorräte für den harten Winter, die Frauen kümmerten sich um die Kinder. "Verschieden wie Tag und Nacht" eben, wie die Dachauer Kabarettistin Sigrid Kandler beim Frühstück des Rings junger Landfrauen im Jugendheim in Wondreb den rund 110 Teilnehmerinnen humorvoll erläuterte.

Zuvor hatten Christine Schmidkonz und ihre Frauen für einen herrlich dekorierten Saal gesorgt. Mit Wurst, Käse, frischen Eiern, Marmeladen und Kuchen genossen die Damen die kulinarischen Genüsse aus der Region. Nachdem das Büfett nahezu abgeräumt war, kam der große Auftritt von Sigrid Kandler. Und die zog vom Leder.

"Alles was uns fehlt, zieht uns an. Bei uns Frauen sind deshalb Typen gefragt und keine Weicheier", bedauerte sie, dass sich heute Männer sogar die Beine rasieren. "Wir passen uns immer mehr an. Doch wollen wir das überhaupt Mit einem so lieblich wirkenden Mann kann man zwar tolle Kinder machen, aber oft niemals lange zusammenleben."

Früher sei das noch ganz anders gewesen. Die Männer kümmerten sich um Vorräte für den Winter, die Frauen sorgten sich um die eigene Höhle und die meist bis zu 20 Kinder. Der Sammeltrieb sei allerdings auf die Frauen übergesprungen. "Wir sammeln heute Schuhe und Kleidung." Natürlich ging es auch den Männern an den Kragen. "Eigentlich wurden sie einst für drei Dinge erschaffen, fürs Babyschenken, Verteidigen und Jagen sowie für die Fleischbeschaffung." Fast schon bedauernd fügte sie hinzu: "Heute helfen die Männer sogar schon im Haushalt mit, schälen Kartoffeln ab oder putzen die Wohnung."

Für Sigrid Kandler war es doch viel schöner, "als die Männer noch Jäger, Krieger und Bewacher waren, wir Frauen dagegen die Sammlerinnen und Beschützerinnen von Heim und Feuer." Überhaupt nicht einverstanden war die Kabarettistin mit Tätowierungen und Piercing. "Wenn Tiere einen Nasenring haben, wird sich aufgeregt. Doch heute machen es viele Menschen bei ihrem Gesicht selber." Die Sprecherin riet, mehr die Andersartigkeit zu leben. "Nicht immer mehr angleichen sollen sich die Geschlechter, sondern Gegensätze leben. Dies trägt dazu bei, dass es in einer Partnerschaft wieder zu mehr Glück und Harmonie kommt."
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