Unterwegs mit Klaus Arbter
Lough Conn und Transsilvanien

Um sein Publikum perfekt zu unterhalten, genügen Dr. Klaus Arbter Dias und ein Projektor. Bild: Grüner
Vermischtes
Tirschenreuth
01.03.2016
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Ob es wirklich sein letzter Diavortrag war, ließ Klaus Arbter offen. Bei seiner nunmehr 15. Präsentation im Rahmen der Volkshochschule im großen Sitzungssaal des Landratsamtes nahm er seine Reisegruppe in dreieinhalb Stunden mit durch weite Teile Europas.

"Es gibt kein Land mehr, das ich bereist und hier noch nicht gezeigt habe", sagte der Referent anfangs. Aus dem Grund habe er sich entschieden den Vortrag auszuweiten und Bilder aus allen Ländern zu einer kleinen Europareise zusammenzustellen. Arbter hatte diesmal, entgegen seiner Maxime, statt 150 gleich 300 Dias im Gepäck zu denen er frei referierte. Abzüglich einer großzügigen Pause nahm er sich dafür etwa drei Stunden Zeit.

Europa genügt


Arbter ist überzeugt davon, dass ein bewusst Reisender nicht um die ganze Welt kurven muss, um praktisch alles an Kultur, grandioser Landschaft und verschiedener Menschen erleben zu können. Europa reiche dafür vollkommen aus.

Den Beweis trat er mit seinen Bildern, neue und ganz alte (1957), an. Bei seinen Fotos legt Dr. Klaus Arbter nicht unbedingt Wert darauf, dass sie perfekt belichtete und ausgeleuchtete Szenen bei bestem Licht zeigen. Er will die Seele eines Motivs, einer Landschaft herausarbeiten und zeigt dabei grandios Schönes, wie auch weniger solches. Seine Landschaften fotografiert er genauso bei gleißendem Gegenlicht in der heißen Sommersonne, wie bei winterlichem Schmuddelwetter. Dadurch gelingt es ihm Regionen, und seien sie noch so bekannt, im völlig neuen Gewand und fremden Perspektiven darzustellen. Die fände man nur abseits der üblichen Touristenpfade, die Arbters VW-Bus mittlerweile wohl von alleine findet. "Im kommenden Jahr bekommt mein Auto ein H-Kennzeichen. Die Reisegruppe startete von zu Hause aus, genauer gesagt in Perschen. Das Murnauer Moos, die Eifel, Celle, die Kreidefelsen auf Rügen, Schleswig und Lübeck waren weitere Ziele in Deutschland. Die Yorkshire Dales in England erinnerten an die Erfolgsserie, "Der Doktor und das liebe Vieh", nach den Erzählungen des Landtierarztes James Herriot. Weitere Ziele im Herrschaftsbereich der Queen waren Brighton, Salisbury, die Küste von Cornwall oder das Dartmoor. In Schottland besuchte die Gruppe die Isle of Skye, wo es laut Arbter den besten Single Malt Whisky der Welt gibt. Loch Ness (ohne Nessy), Edinburgh und York waren weitere Stationen. In Irland ging es unter anderem zum Lough Conn und zu den Cliffs of Moher. Die Skandinavien-Reihe leitete Arbter mit einem Bild seines Bruders Dr. Hans-Jürgen Arbter, das auf Spitzbergen entstanden ist, ein. "So eines würde ich nie selbst machen können, da ist es mir viel zu kalt", begründete er die Hilfeleistung. Weitere skandinavische Ziele waren der 600 Meter hohe Preikestolen in Norwegen oder Kopenhagen in Dänemark.

Karl May Feeling


In Tschechien markierten Elbogen (Loket), Marienbad, Karlsbad, Franzensbad und Kuttenberg (Kutná Hora) die Reiseroute. Als die Balkanstaaten noch Jugoslawien hießen war Klaus Arbter dort des öfteren mit der Familie unterwegs. Die Bilder der Plitvicer Seen vermittelten dabei Karl May Feeling, genauer gesagt erinnerten sie an die Verfilmung, "Der Schatz im Silbersee", mit der Höhle über dem Wasserfall. Arbter zeigte auch Dias von Dubrovnik vor dem Krieg, der die Stadt arg verwüstete.

In Griechenland ging es nach Korfu, Delphi oder Meteora. Siebenbürgen (Transsilvanien) oder die Waldkarpaten waren Ziele in Rumänien. In Österreich wurden der Ahornboden im Karwendel und die Wachau besucht. Sommerach, die Burg Eltz, Burgund, Grenoble, das Tal der Ardèche, Lourdes, Korsika, Spanien, Portugal, Südtirol, die Toskana, Umbrien und Latium in Italien und viele weitere Sehenswürdigkeiten waren Ziel der langen und lehrreichen Reise.
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