Valentinstag am 14. Februar
100 rote Rosen aber keine Hochzeiten

Am Eisernen Steg in Regensburg bringen Paare Vorhängeschlösser an - und werfen den Schlüssel in die Donau. Am Valentinstag werden wohl einige hinzukommen. Bild: gib
Vermischtes
Tirschenreuth
13.02.2016
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Tirschenreuth/Illschwang. Für die einen ist der Valentinstag pure Geschäftemacherei. Für die anderen ist er ein willkommener Anlass für Romantik. Vom Blumengeschenk bis zur Verlobung ist an diesem Sonntag alles möglich. Einige Beispiele:

Das Blütenglück: In der Woche um den 14. Februar geben die Deutschen gut doppelt so viel Geld für Schnittblumen aus wie in einer normalen Woche, meldet der Fachverband Deutscher Floristen. Elisabeth Schröpf von der gleichnamigen Gärtnerei in Tirschenreuth spricht gerne vom "wichtigen blumigen Tag für alle liebenden Menschen".

Der Renner sind immer noch rote Rosen, erzählt Schröpf. Aber auch Frühlingsblumen wie Tulpen oder Ranunkeln. Etwa 20 bis 30 Euro geben die Kunden für einen Strauß aus. Konkurrenz bekommen die Floristen von Discountern. Schröpf hält mit "Qualität, Service und Liebe" dagegen. Dazu gehört, dass viele Fachbetriebe am Sonntag von 8 bis 12 Uhr geöffnet sind.

Kulinarisches: Liebe geht durch den Magen, heißt es. Das sehen die Verliebten in der Region ähnlich: Am Valentinstag essen zu gehen, liegt im Trend. Viele Restaurants bieten spezielle Menüs bei Kerzenschein an, darunter gerne auch aphrodisierende Speisen wie ein Austernsüppchen. "Der Valentinstag macht die Häuser voll", freut sich Hans-Jürgen Nägerl, Bezirksvorsitzender des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes. Zum Romantik-Dinner treffen sich eher die jüngeren Paare, so Nägerl.

Antrag im Bett: Wer mehr Zeit hat, verlängert das Dinner gerne zu einem Kurzurlaub zu zweit, berichtet Nägerl. 2015 etwa buchte ein Mann in Nägerls "Weißem Roß" in Illschwang (Kreis Amberg-Sulzbach) zum Valentinstag ein Doppelzimmer und 100 rote Rosen, die auf dem Bett verteilt werden sollten. Genau dort machte der Gast seiner Partnerin dann einen Heiratsantrag, der - unter Tränen - angenommen wurde.

Hochzeiten: Verlobungen gehören zum Valentinstag also dazu, aber auch Hochzeiten? Fehlanzeige meldet Bistumssprecher Jakob Schötz. In den katholischen Gemeinden der Diözese sei ihm keine Trauung bekannt. Das ungemütliche Wetter in dieser Jahreszeit halte wohl viele Heiratswillige ab. Auch für standesamtliche Trauungen sieht es in diesem Jahr schlecht aus: Die Standesämter sind am Sonntag üblicherweise geschlossen.

ValentinstagDer Valentinstag gilt als der Tag der Liebenden. Aber warum eigentlich? "Die Wurzeln dieses Brauchs gehen zurück auf das Leben des christlichen Märtyrers Valentin von Terni, der als Priester trotz Verbots durch Kaiser Claudius II. Soldaten und Sklaven nach christlichem Ritus getraut haben soll", erklärt Jakob Schötz, Pressesprecher der Diözese Regensburg. Am 14. Februar 269 wurde Valentin laut Überlieferung für dieses "Vergehen" hingerichtet. Nebenbei setzte der Märtyrer einen Trend, der sich bis heute hält: Den frisch Vermählten schenkte er angeblich Blumen aus seinem Garten. (gib)
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