Viel Lob für BR-Film über Landkreis Tirschenreuth
Wieder eitel Sonnenschein

Ein Prosit auf den Landkreis Tirschenreuth: Im "Roten Ochsen" in Falkenberg, einem der ältesten Wirtshäuser der Region, empfängt die "Zoiglmusik" die Zuschauer. Bild: BR
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Tirschenreuth
18.01.2016
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Ein Prosit auf den Landkreis Tirschenreuth: Im "Roten Ochsen" in Falkenberg, einem der ältesten Wirtshäuser der Region, empfängt die "Zoiglmusik" die Zuschauer. Bild: BR

Die kalte Oberpfalz im rauen Wind, vom Fortschritt unbehelligt. So mies dargestellt fühlte sich vor Jahresfrist eine ganze Region. Jetzt hat das Bayerische Fernsehen nachgebessert. Und der am Sonntag ausgestrahlte Film über den Landkreis Tirschenreuth wird diesmal nicht für Protestbriefe an den BR-Intendanten sorgen.

Es herrscht wieder eitel Sonnenschein - wie größtenteils auf den Landschaftsaufnahmen zwischen Bärnau und Kemnath. Schon bei der Vor-Vorstellung vergangene Woche im Landratsamt wurde deutlich: Die Macher haben sich alle Mühe gegeben, einen sympathischen Querschnitt von Land und Leuten rüberzubringen.

Krippen und Kloster


Am Sonntagnachmittag hatte der 45-Minuten-Beitrag aus der Serie "weiß blau" Premiere. Vom Falkenberger Zoigl über Cube-Bikes aus Waldershof, von den Tirschenreuther Passions-Schauspielern bis zu den Mitterteicher Krippenschnitzern, von der Burgruine Weißenstein bis zum Klostergarten Waldsassen spannte sich der Bogen.

"Schön", fasst Werner Nickl seinen Eindruck in einem Wort zusammen. Der Kemnather Bürgermeister gehörte vor einem Jahr zu den vielen Kritikern des bestenfalls gut gemeinten, aber schlecht gemachten Vierteilers "Schöne Oberpfalz". Nickl will nicht mehr lange nachkarten und urteilt: "Wenn man sieht, wie der erste Film war, ist die Wiedergutmachung gelungen."

Schon bei der "Preview" in der Vorwoche nach sehr kurzfristiger Einladung mit dabei sein konnte Waldsassens Bürgermeister Bernd Sommer. "Viel besser als der erste Beitrag! Ich fand ihn gut." Der Film habe die Region so dargestellt, wie sie ist, nichts beschönigt, aber auch nicht melancholisch überzeichnet: "So sehen auch wir unsere Region."

Diesmal kein Brandbrief


Wolfgang Lippert hat sich den Beitrag schon zwei Mal angesehen. Beim zweiten Anschauen am Sonntag im heimischen Wohnzimmer mit Ehefrau Edith taten sich wieder neue Blickwinkel auf, schildert der Landrat seine Eindrücke: "Von der Kultur zur Natur, von der Innovation zur Tradition ist eine sehr gute Mischung entstanden."

Vor einem Jahr, nach Ausstrahlung der "Schönen Oberpfalz", schrieb Lippert noch einen erbosten Brief an Intendant Ulrich Wilhelm. Diesmal hat er durchweg Lob übrig, auch für den Versuch, den Landkreis flächendeckend darzustellen. Einen Anspruch auf Vollständigkeit gebe es da natürlich nicht. "Entscheidend ist doch, wie der Film auf andere wirkt. Und diesmal denkt sich ein Außenstehender, wenn er die Bilder aus dem Landkreis gesehen hat: Da könnte ich mal vorbeischauen."

Die Reaktionen aus den Reihen der befragten Kommunalpolitiker fallen durchweg positiv aus. Noch nicht gesehen hat den Film Rainer Fischer. Der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion hatte am Sonntag keine Zeit zum Fernsehen. Über die Mediathek des Bayerischen Rundfunks will er das sobald als möglich nachholen. Ein eigenes Bild gemacht hat sich bereits seine Stellvertreterin Hannelore Bienlein-Holl: "Im Großen und Ganzen gelungen", zieht sie ein positives Fazit. "Der BR hat sich viel Mühe gegeben, die wichtigsten Einrichtungen und Highlights zu zeigen." Freilich könne man sich noch viele sehenswerten Dinge vorstellen, beispielsweise des Bärnauer Knopfmuseum. "Aber man kann nicht alles haben."

In dieselbe Kerbe schlägt Toni Dutz, Fraktionsvorsitzender der CSU im Kreistag. "Wir haben 26 Gemeinden im Landkreis. Da tut sich ein Redakteur natürlich schwer, alle in einer Dreiviertelstunde unterzubringen." Rundum schön findet er die Darstellung des Teams aus München diesmal: "Es war eine Wiedergutmachung, und die ist gelungen."

"Sehr erfrischend"


Hans Klupp, Fraktionssprecher der Freien Wähler, hat den Film noch nicht ganz fertig angeschaut. "Das, was ich gesehen habe, hat mir aber ganz gut gefallen", weist der Fischzüchter besonders auf den Karpfen-Beitrag hin. Marco Vollath, Sprecher der "Zukunftsliste" im Kreistag, muss mit einer eigenen Einschätzung am Montagvormittag noch passen. Sein Stellvertreter Günter Kopp hat sich bereits am Sonntag ein Bild gemacht: "Sehr erfrischende, authentische Aufnahmen", lobt der Kulmainer Bürgermeister.

"Da ist viel rübergekommen, vom Zoigl bis zum Karpfenweg, vom Vulkanismus in der Region bis zum Namen Stiftland." Neben der Landschaft findet er auch die Firmen und die Leute gut abgebildet. Sein abschließendes Lob: "Sehr umfassend. Der BR hat viel vom Landkreis gezeigt."
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