Volkshochschule des Landkreises Tirschenreuth feiert 40-Jähriges mit "Tag der offenen Tür"
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Tirschenreuth
12.11.2014
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Seit 40 Jahren gibt es die "Volkshochschule des Landkreises Tirschenreuth" in ihrer heutigen Form als kommunale Einrichtung des Landkreises unter hauptamtlicher Leitung. Bereits 20 Jahre vorher entstanden der "Volksbildungsverein Kemnath" und die "Volkshochschule (VHS) im Landkreis Tirschenreuth e.V.". Am Samstag, 15. November, wird dies alles mit einem "Tag der offenen Tür" gefeiert.

Der Aufgabenschwerpunkt lag und liegt in der Bildung, wobei das Angebot in den Jahrzehnten kontinuierlich erweitert und an Wünsche der Bürger und Erfordernisse der Berufswelt und des Alltags angepasst wurde. Waren es in den 50er Jahren überwiegend Vorträge, Filmvorführungen, Theater- und Musikveranstaltungen, gab es ab 1963/64 Sprachkurse, erste Kurse in Basteln, Kunsthandwerk, Nähen, Kochen, Buchführung oder Kurzschrift.

Heute liegt der Schwerpunkt auf Integration, Inklusion (Kooperation mit dem Lebenshilfe-Verband) und BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung). Seit 2006 werden Integrationskurse und Einbürgerungstests für ausländische Mitbürger durchgeführt.

Blick in die Chronik

Ein Blick in die Chronik der "VHS" zeigt die Erfolgsgeschichte, die sich Dank engagierter Mitarbeiter bis heute fortsetzt. 2013 verzeichneten 1215 Veranstaltungen 19 795 Teilnehmer (4978 Doppelstunden) in Tirschenreuth und 25 Nebenstellen.

Im Dezember 1953 erfolgte die Gründung des "Volksbildungsvereins für den Landkreis Kemnath" (hervorgegangen aus dem "Christlichen Bildungswerk", gegründet 1947). Dieser löste sich zum 30. Juni 1974 auf. Damit wurde eine von mehreren Voraussetzungen für die "neue" VHS erfüllt.

1948 wurden der Kulturverein Tirschenreuth und das Volksbildungswerks Tirschenreuth aus der Taufe gehoben - beide schlossen sich am 6. Juli 1954 zur "Volkshochschule im Landkreis Tirschenreuth e.V." zusammen. Im Herbst 1954 erschien das erste Programmheft der "VHS im Landkreis Tirschenreuth".

Am 25. Oktober 1972 beschloss der Vorstand (Vorsitzender: Schulrat Hans Haberkorn), die VHS mit einem hauptamtlichen Leiter zu besetzen und die Übernahme der Trägerschaft durch den Landkreis ab 1. Januar 1973 zu beantragen. Der Kreisausschuss lehnte dies ab. Erst ein weiterer Antrag, gestellt am 18. Juni 1973 war erfolgreich. Am 1. Januar 1974 übernahm der Landkreis die VHS-Trägerschaft.

1974/75 erschien das erste Programm für den ganzen Landkreis. Die VHS bezog eigene Räume in der ehemaligen Luitpoldschule, in der sie sich heute noch befindet.Bernhard Beer blieb bis zum Programmjahr 1979/1980 Leiter. Sein Nachfolger war Max Kumeth, der bis 1984/1985 verantwortlich war. Mit Harald Fritsch wurde 1985 erstmals ein hauptberuflicher Leiter mit pädagogischer Ausbildung eingestellt. Dies führte zu einer enormen Ausweitung des Angebots, was nur durch personelle Verstärkung bewältigt werden konnte. Vor 25 Jahren, am 1. Oktober 1989, wurde Angelika Schraml als pädagogische Mitarbeiterin eingestellt, später kam Elke Pinkert dazu.

Wechsel an der Spitze

Am 6. Dezember 1993 wurde wegen des "Eichenauer Urteils" (Tenor: Landkreise dürfen freiwillige Leistungen für Gemeinden nicht mehr erbringen) die Übernahme der VHS durch den Landkreis nochmals bestätigt. 2009 wechselte Harald Fritsch an die FOS Marktredwitz. Stellvertreterin Angelika Schraml übernahm die Leitung und freut sich, auf den "Tag der offenen Tür" zum 40-jährigen Bestehen der VHS.
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