Vorführung am Stiftland-Gymnasium
Django zeigt Drogendealern die Zähne

Schulleiter Georg Hecht (links) freute sich mit den Schülern des Projektseminars über den Besuch von drei Zollbeamten der Kontrolleinheit Verkehrswege mit dem Spür- und Schutzhund Django. (Foto: Bild: hfz)
Vermischtes
Tirschenreuth
17.05.2016
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Fressen, schlafen, spielen und Gassi gehen. So stellt man sich den normalen Alltag eines Hundes vor. Fragt man einen Hundebesitzer, würde dieser vielleicht auch zustimmen, dass die Vierbeiner zwar süße, treue und anhängliche Familienmitglieder sind, ihnen aber außer der Funktion als Wachhund keine weiteren Aufgaben zugewiesen werden können.

Genau das Gegenteil wurde 15 Schülern der elften Jahrgangsstufe im Rahmen des "Projekt-Seminars für Tierfreunde" bewiesen. Denn die Seminarleiterin Martina Schmelzer hatte ein besonderes Erlebnis organisiert: Statt zwei Schulstunden Unterricht stand der Besuch von drei Zollbeamten der KEV (Kontrolleinheit Verkehrswege) Selb mit dem Spür- und Schutzhund Django auf der Tagesordnung. Diese zeigten den Schülern und anderen Interessierten der Schulgemeinschaft, dass ein Hund nicht nur apportieren, bellen und knurren, sondern sogar bei der Festnahme von Drogendealern helfen kann.

Anschaulich erklärte der Hundetrainer zunächst, wie ein Zollhund ausgebildet wird und wie sein Arbeitsalltag aussieht. Dann trat Django selbst in Aktion. Alle Zuschauer staunten nicht schlecht, als der Hund problemlos eine Dose mit Heroin unter mehreren vergleichbaren anderen Behältern aufspürte, auch wenn sie immer wieder neu versteckt wurde. Anschließend wurde draußen im Pausenhof live vorgeführt, wie eine echte Drogenermittlung aussehen könnte und welche Rolle ein Spür- und Schutzhund dabei spielt. Auf szenische Weise führten die Zollbeamten mit ihrem tierischen Helfer vor, wie sie einen potenziellen Verdächtigen aus dem Verkehr ziehen und ihn kontrollieren. Allein durch die Kommunikation mit dem Hund, die der Hundeführer mittels eines "Klickers" steuerte, verwies Django den Provokateur in seine Grenzen. Zunächst bellte er laut und bestimmt. Dann, als sich der Verdächtige dem Hundeführer bedrohlich näherte und den Aufforderungen eines weiteren Zollbeamten, sich auszuweisen, zurückzuhalten und sich letztendlich hinzuknien, nicht Folge leistete, folgte eine energische Attacke und ein Biss in den Arm. Der Beamte, der den uneinsichtigen Zeitgenossen spielte, hatte sich vorher natürlich ausreichend geschützt, um nicht verletzt zu werden.

Zuletzt hatte der Vierbeiner die Aufgabe, ein Päckchen Heroin, das am Auto innerhalb der Motorhaube befestigt war, aufzuspüren. Doch auch das löste Django ohne Probleme, wofür er sich sein Leckerli als Belohnung und die Bewunderung seines Publikums gehörig verdient hatte. Die zwei Schulstunden vergingen wie im Flug und die Zollbeamten hatten kaum Zeit, all die Fragen am Ende zu beantworten. Auch wenn Django noch so knuffig schien, durfte niemand ihn streicheln. Dafür überreichten Schüler des P-Seminars Spielzeug und Hundeleckerlis. Und wer weiß, vielleicht sehen sie Django mal wieder, wenn er gerade den Inhalt eines Autos kontrolliert.
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