Vortrag von Professor Dr. Alexander Fried
Gemeinsam für Mitmenschlichkeit

Vermischtes
Tirschenreuth
11.05.2016
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Professor Dr. Alexander Fried ließ die Besucher bei seinem Vortrag im Pfarrzentrum an einem bemerkenswerten Lebensweg teilhaben. Auf Einladung der Pfarrei und der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) schilderte der Holocaust-Überlebende seine Erlebnisse .

1925 in einer orthodoxen jüdischen Familie in der heutigen Slowakei geboren verbrachte der gute Sportler dort eine glückliche Kindheit. Viele Male entging Fried in der NS-Zeit dem sicheren Tod in drei Konzentrationslagern und auf einem Todesmarsch. Sein jüdischer Glaube, seine körperliche Fitness und gute Christen gaben ihm dazu Kraft und Hilfe. "Judentum und Christentum gehören zusammen", so Professor Dr. Fried. Das Christentum sei wie ein Zweig auf dem Baum des Judentums. Von daher könne ein Christ kein Antisemit sein. Nach dem Studium der Geschichte in Wien lehrte er dadurch, dass er zehn Sprachen beherrscht, als Historiker in Europa, den USA und Kanada.

Aus Geschichte gelernt


Trotz dieser schrecklichen Erlebnisse liebt Professor Dr. Fried Deutschland wegen seiner Kultur. Zudem habe er in diesem Land, speziell in Tirschenreuth, sein Glück gefunden. Es freue ihn sehr, dass er als Jude vor so vielen interessierten Deutschen sprechen und auf ihre Fragen eingehen könne. Der Holocaust dürfe sicher nicht vergessen werden, aber die Deutschen haben viel aus der Geschichte gelernt. "Setzen wir uns gemeinsam ein für Mitmenschlichkeit und ein friedliches Zusammenleben", appellierte Fried an die Besucher im Pfarrzentrum.
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