Warnung vor Haustürgeschäften beim Treffen der Seniorenbeauftragten - Enkeltrick funktioniert ...
Manchmal zu gutmütig für diese Welt

Beim Treffen der Seniorenbeauftragten referierten (von links) Konrad Zant, Ludwig Spreitzer, Kriminalhauptkommissar Dieter Melzner, Anja Dubrowski von der Seniorenfachstelle), Manfred Häfner, Wolfgang Fenzl, der Leiter der Seniorenfachstelle, und Bürgermeister Franz Stahl. Bild: jr
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Tirschenreuth
18.02.2016
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Oft geht es Gaunern darum, das Mitgefühl der älteren Bevölkerung zu wecken und für ihre Zwecke zu nutzen. " Ihr seid eine Generation, die zu gut für diese Welt ist. Seien Sie misstrauisch zu Fremden. Denn letztlich geht es nur ums Geld", sagte Kriminalhauptkommissar Dieter Melzner vor den Seniorenbeauftragten des Landkreises.

Der Vertreter der Polizeiinspektion Weiden gab viele Sicherheitstipps weiter, etwa den Ratschlag, Bettlern an der Haustür nie Bargeld zu geben: "Denn sie kommen dann immer wieder." Kreis-Seniorenbeauftragter Ludwig Spreitzer begrüßte die Vertreter der Gemeinden im "Seenario". Bürgermeister Franz Stahl nannte die Senioren einen wichtigen Bestandteil im Leben einer Kommune. Wichtig sei die Ärzteversorgung, die durchaus ein Standortkriterium für Neuansiedlungen sein könne. Durchaus zufrieden zeigte sich Stahl mit dem breiten medizinischen Angebot in der Kreisstadt und lobte die Millioneninvestitionen im Krankenhaus. Er stellte die Aktion "Leben plus", die Menschen in allen Lebenssituationen einen Ansprechpartner vermitteln solle.

Seniorenbeauftragter Konrad Zant dankte der Stadt, die beste Voraussetzungen auch für die ältere Generation biete. Ein Vorzeigeobjekt sei der barrierefrei zu erreichende Fischhofpark. Polizeihauptkommissar Dieter Melzner beschäftigte sich mit Haustürgeschäften, die trotz aller Warnungen noch immer abgeschlossen würden. Ausdrücklich warnte er davor, fremde Menschen in die Wohnung zu lassen. Behördenvertreter würden sich in aller Regel anmelden und ihre Dienstausweise. "Und wenn die Polizei kommt, dann rufen wir vorher an - es sei denn, Sie sind der Beschuldigte", sagte Melzner. Der Kriminalhauptkommissar zeigte seinen Ausweis mit der persönlichen Nummer. "Wenn Sie nicht sicher sind, wer vor der Haustüre steht, dann lassen sie ihn nicht herein."

Auch Anrufe mit Gewinnversprechungen seien mit großer Vorsicht zu genießen. "Bezahlen Sie niemals eine Gebühr, wenn ihnen Gewinne versprochen sind." Auch der Enkeltrick funktioniere trotz aller Warnungen immer wieder. "Seien Sie auch bei Anrufen äußerst vorsichtig und vertrauen sie nicht jedem", warnte Melzner. Weiteres Thema des Treffens war die Vorsorgevollmacht und die Patientenverfügung. Manfred Häfner von der Betreuungsstelle des Landratsamtes gab dazu Ratschläge.
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