„Wie dein Gott, so dein Leben“
Auch geistige Nahrung beim Ökumenischen Frauenfrühstück

162 Frauen genossen ein leckeres Frühstück und ließen sich von den Tischdamen verwöhnen, bevor Pater Neuhauser mit seinem Vortrag den Geist fütterte. Bild: wg
Vermischtes
Tirschenreuth
21.02.2016
101
0

Erst wurde der Hunger gestillt, danach der Geist "gefüttert": 162 Frauen waren am Samstag beim ökumenischen Frühstück. Und da gab's viel Nahrung für die Seele.

An frühlingshaft dekorierten Tischen, auf denen Kornblumen-Samen als Überraschung für die Besucherinnen warteten, durften sich die Frauen im Stiftland-Gymnasium wie immer auf ein leckeres Frühstück mit Bewirtung durch die Tischdamen freuen. Moderatorin Dagmar Franz bedankte sich mit Geschenken bei Jakob Schröder und Rebecca Gürster von der Kreismusikschule, die mit Klavierspiel und Saxophon begeisterten, sowie bei Pater Martin Neuhauser für seinen Vortrag zum Thema "Wie dein Gott - so dein Leben".

Katrin Pawlitschko führte mit zwei Lebensbildern zum Thema hin. Sie stellte Corrie ten Boom und Pfarrer Johann-Maria Baptist Vianney vor. Beide haben durch ihren Glauben viel bewirkt. Vianney, 1786 als Sohn von Bauern geboren, wollte Priester werden, obwohl "Glaube" in der Zeit der französischen Revolution nicht so einfach war. 1925 wurde der Schutzpatron der Priester heilig gesprochen.

Corrie ten Boom wurde 1892 in Amsterdam geboren, versteckte mit ihrer Familie mehrere jüdische Familien im Haus und rettete viele Leben, bis sie selbst ins KZ Ravensbrück eingeliefert wurde. Sie überlebte und gründete Rehabilitationszentren für Nazi-Opfer, setzte sich für Vergebung und Versöhnung ein.

Pater Martin Neuhauser begann seinen Vortrag mit dem Ende des Evangeliums: "Seid vollkommen wie der himmlische Vater vollkommen ist." Das sei der einfachste Grundsatz des Christentums. Das Ökumenische Frauenfrühstück diene auch der geistigen und intellektuellen Auseinandersetzung . "Wir müssen reden über unseren eigenen Glauben!"

34 Prozent der 80,7 Millionen Menschen in Deutschland haben laut Neuhauser keine Konfession. "Deutschland ist eines der größten Missionsländer Europas." Die Zahl derer, die den Glauben ernst nehmen und in die Kirche gehen (4,5 Millionen von 80 Millionen), schrumpfe indes weiter. "Der christliche Glaube verdunstet."

Der Islam war für den Steyler eine der großen Herausforderungen des Jahrhunderts. Viele hätten Angst vor Überfremdung. "Wir müssen die Menschen aufnehmen und integrieren - auch religiös." Die Integration beginne schon in den Kindergärten und Schulen. "Religion ist die Begegnung mit dem Heiligen, das uns Menschen fasziniert und erschauern lässt." Die Menschen erwarteten eine Antwort auf ungelöste Rätsel des menschlichen Daseing, suchen nach Sinn und Ziel des Lebens, dem Guten und dem Bösen, Leben und Tod. "Die Suche nach Antworten sind die gleichen Menschheitsfragen über alle Kontinente hinweg." Nur die Antworten seien - je nach Religion - verschieden. "Das Problem der Kirche ist, dass die Menschen überall nach Antworten suchen, nur nicht in der Kirche." Dabei stehe alles in der Bibel. Bereits in den ersten Jahren der Kindheit werde festgelegt, wie man Gott sehe.

Gott der Liebe


"Wer an Gott glaubt, wird hinhören, was er will und danach leben." "Gott ist ein Gott der Freiheit, der uns große Möglichkeiten gibt und oft im Verborgenen da ist, wenn wir ihn brauchen." Er sei ein Gott der Liebe, der die Menschen auch mal gehen lasse. Seine Grundbotschaften seien in der Heiligen Schrift zu finden - auch die Antworten. "Die Quelle der Nächstenliebe ist die Erkenntnis, von Gott geliebt zu werden."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.