Wie Patienten vom verstärkten Team der Inneren Medizin im Krankenhaus Tirschenreuth profitieren – im Gespräch mit den Chefärzten Dr. med. Christoph Wittenberg und Dr. med. Rafael Ulrych
Hand in Hand

Das Team der Medizinischen Klinik I und II, die Doktoren von links nach rechts: Akhtar Tanveer, Christoph Wittenberg, Peter Rendek, Christiane König, Ludwig Kutzer, Rafael Ulrych, Thomas Jackwerth, Viktoras Utenkovas und Lubomir Rohac. (Foto: Norbert Grüner)
Vermischtes
Tirschenreuth
15.01.2016
276
0
 
Dr. med. Christoph Wittenberg
 
Dr. med. Rafael Ulrych
Tirschenreuth: Kliniken Nordoberpfalz AG Krankenhaus Tirschenreuth |

Ein schönes Bild, das gezeichnet wird: Viele Hände spielen virtuos auf der Klaviatur – zu hören ist ein Klangbild, wie es dank individueller Klasse nicht harmonischer sein könnte. Im Gespräch mit Chefarzt Dr. med. Christoph Wittenberg, Schwerpunkt Gastroenterologie und Chefarzt Dr. med. Rafael Ulrych, Schwerpunkt Kardiologie fällt immer wieder das Wort Team. Und da passt diese Klaviatur der Medizin, die von den Ärzten und dem Fachpersonal zum Wohle der Patienten so gemeinschaftlich besonders gespielt wird, perfekt ins Bild. Denn mit den beiden neuen Chefärzten wurde die Innere Medizin fachlich und strukturell stark aufgewertet. „Auf allen Ebenen sind wir ganz nah dran am Patienten. Moderne Therapiekonzepte, flache Hierarchien und kurze Wege sind charakteristisch für unser Haus“, so Dr. Christoph Wittenberg. Und: „Unser Tirschenreuther Krankenhaus ist ein Paradebeispiel dafür, dass Patienten nicht in eine große Klinik gehen müssen, um erstklassig mit fortschrittlicher Medizin betreut und versorgt zu werden“, ergänzt Dr. Rafael Ulrych.

Mit dem ehemaligen Chefarzt der Asklepios Klinik in Lindau und ausgewiesenen Experten Dr. Christoph Wittenberg, erfährt das Krankenhaus Tirschenreuth auf den Gebieten Gastroenterologie sowie Diabetologie eine große fachliche Aufwertung. Patienten mit unterschiedlichen Beschwerdebildern profitieren von einer hohen menschlich medizinischen Kompetenz, die sich perfekt ergänzt mit der technisch-medizinischen Leistungskraft. „Wir behandeln Erkrankungen aus dem gesamten Spektrum des Magen-Darm-Traktes wie beispielsweise Speiseröhre, Magen, Zwölffinger- und Dickdarm sowie der Leber und der Bauchspeicheldrüse. Dafür stehen uns alle modernen Endoskopie- und Ultraschallverfahren, zudem sämtliche gängigen interventionellen und endoskopischen Untersuchungsmethoden zur Verfügung.“ Individuelle Behandlungsverfahren garantieren die bestmögliche Therapie bei der Entfernung frühzeitig entdeckter Tumore und ihrer Vorstufen, endoskopischen Steinentfernung der Gallenwege sowie endosonographie gesteuerten Punktion innerer Organe. „Zudem sind wir in der Lage, Patienten mit Notfallblutungen – speziell auch am Wochenende, rund um die Uhr – zu versorgen.“

Fachübergreifende Betrachtungsweise

Internistische Krankheitsbilder sind mitunter schwer voneinander zu trennen, eine klare Abgrenzung ist oftmals nicht möglich und im Sinne einer raschen und eindeutigen Diagnosestellung mit den daraus resultierenden herapiekonzepten auch nicht sinnvoll. Diese fachübergreifende Betrachtungsweise zwischen Gastroenterologie und Kardiologie ist für Chefarzt Dr. Rafael Ulrych der große Vorteil für die Patienten im Krankenhaus Tirschenreuth. Speziell in der Lungenfachkunde überschneiden sich die beiden Disziplinen – etwa bei der Funktionsdiagnostik mit diagnostischer Video-Bronchoskopie. „Die Kardiologie am Krankenhaus Tirschenreuth garantiert modernste Untersuchungs- und Behandlungsmethoden: Mit dem neu aufgerüsteten Echokardiographielabor ist nun auch eine erweiterte Abklärung der Durchblutungsstörungen am Herzen möglich, dies gelingt uns durch die kontrastmittelunterstützte Stress-Echokardiographie“, erklärt Dr. Rafael Ulrych.

Der Mediziner war zuletzt in einer fachübergreifenden Gemeinschaftspraxis in Zwiesel tätig und von 2005 bis 2011 Chefarzt der Inneren und später der kardiologischen Abteilung im Schwandorfer Krankenhaus St. Barbara – während dieser Zeit gestaltete der Arzt maßgeblich die Umwandlung der Inneren von der Belegabteilung in eine Hauptabteilung mit. Seit dem Frühjahr verantwortet Dr. Rafael Ulrych die Tirschenreuther Kardiologie mit dem gesamten, nicht invasiven Spektrum der Disziplin: Diagnostik sowie Behandlung aller Formen der akuten und chronischen Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörung, degenerative und infektiöse Herzklappenerkrankungen, unterschiedliche Formen der Herzmuskelerkrankungen, Bluthochdruck sowie periphere Gefäßerkrankungen. Ferner Implantation von Schrittmachern, sowie Nachsorge von ICD und CRT Systemen. „In Zukunft sind wir dank Polygraphie-Diagnostik in der Lage, Menschen mit nächtlichen schlafbezogenen Atemstörungen eine schnelle und zuverlässige Diagnose stellen zu können, mit entsprechenden Empfehlungen für die Weiterbehandlung.“

Die Gastroenterologie und Kardiologie in Tirschenreuth verbindet eine reibungslose Kooperation mit dem Weidener Klinikum. „Alle invasiven kardiologischen diagnostischen und therapeutischen Interventionen werden in enger Zusammenarbeit mit den Weidener Kolleginnen und Kollegen angeboten“, so Dr. Rafael Ulrych. Außerdem gebe es einen regen Austausch mit den Nephrologen, die sich speziell mit den Erkrankungen der Niere sowie deren konservativen Therapien beschäftigen und deren Gemeinschaftspraxis sich direkt im Tirschenreuther Krankenhaus befinde, erklärt Dr. Christoph Wittenberg. Sein weiterer medizinischer Schwerpunkt liegt in der Diagnostik und Betreuung von Diabetes-Erkrankungen Typ 1 und Typ 2 sowie deren Komplikationen, insbesondere Behandlung von chronischen Wunden beim diabetischen Fußsyndrom.

Persönliche Zuwendung

Neben der medizinischen Kompetenz von Ärzten und pflegerischen Fachkräften ist es vor allem die persönliche Betreuung und Zuwendung, die ein wichtiges Fundament bei der Behandlung von Patienten darstellt. „Wir schaffen eine angenehme Atmosphäre, ein Umfeld von Vertrauen – dies ist für das Gesundwerden genauso wichtig, wie die Behandlungen als solche“, sagt Dr. Rafael Ulrych. Das Sich-Kümmern endet dabei nicht am Entlassungstag, sehr viel Wert wird auch und gerade auf das Entlassungsmanagement gelegt. „Die Anschlussbehandlung, etwa in einer Rehaeinrichtung, wird von uns als Team koordiniert und vorbereitet, der Patient soll wissen und spüren: Hier wird alles für ihn getan, damit er schnell wieder aktiv und voller Freude am Leben teilnehmen kann“, so Dr. Christoph Wittenberg.

So schön klingt im Krankenhaus Tirschenreuth die vielseitige Klaviatur der Medizin. Allerdings bleibt es nicht beim Klang schöner Worte, sondern ist das gemeinschaftliche Handeln und Tun für den Patienten Tag für Tag gelebte Philosophie.

Ihr Kontakt zu uns
Kliniken Nordoberpfalz AG
Krankenhaus Tirschenreuth
Medizinische Klinik I und II
St.-Peter-Straße 31
95643 Tirschenreuth

Telefon: 09631/87-0

E-Mail: tirinfo@kliniken-nordoberpfalz.ag
Web: www.kliniken-nordoberpfalz.ag

Text: Norbert Eimer