Wieder mehr Geburten im Landkreis
Kleiner Baby-Boom

Ans Licht der Welt drängten vergangenes Jahr viele Babys. 17 Geburten mehr waren es im Landkreis. Archivbild: tr
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Tirschenreuth
16.02.2016
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Die gute Nachricht zuerst: Es gibt insgesamt wieder mehr Babys im Landkreis. Die schlechte Nachricht: In manchen Gemeinden geht es mit dem Nachwuchs weiter bergab.

Der absolute Tiefpunkt war 2007 erreicht. Nur 512 Geburten registrierten die Standesämter im Landkreis, gut 250 weniger als noch vor der Jahrtausendwende. Doch jetzt haben sich die Zahlen wieder etwas höher eingependelt. Die 568 Neugeborenen des Vorjahres bedeuten einen Zuwachs um 17 Kinder - immerhin fast eine Schulklassenstärke. Kleinere Gemeinden tun sich jedoch weiter sehr schwer, genügend Schulanfänger für einen eigenen Jahrgang zu melden. Einstellig blieb etwa die Zahl der Geburten in Pechbrunn und Falkenberg. Auch in Ebnath, Reuth, Brand und Leonberg ginge es nicht ohne Schul- und Klassenkombinationen weiter. Ein einziger neuer Erdenbürger 2015 in Friedenfels markiert den absoluten Tiefstand.

Diese Steinwaldgemeinde verzeichnete damit auch nominell den größten Rückgang mit neun Geburten weniger als im Vorjahr, gefolgt von Falkenberg und Plößberg, Krummennaab, Pechbrunn und Reuth. Doch die Verluste fallen insgesamt nicht so stark ins Gewicht wie die Zuwächse. Als absoluter Spitzenreiter darf sich, was die Geburten betrifft, die Kreisstadt Tirschenreuth fühlen - und zwar nicht, weil es hier eine Säuglingsstation am Krankenhausstandort gibt.

Die Statistik des Landratsamtes erfasst die Neugeborenen schließlich nach dem Wohnort der Eltern. Mit 78 Geburten pendelt sich die Zahl in Tirschenreuth wieder auf ein Niveau ein, das vor zehn Jahren gewohnt war. Den Höchststand erzielte die Kreisstadt 2001 mit 90 Neu-Tirschenreuthern - ohne Zuzüge.

14 neue Erdenbürger mehr als im Vorjahr haben jeweils Erbendorf und Waldershof registriert. Verglichen mit dem Vorjahr erfreulich erholt hat sich die Anzahl der Babys auch in Neualbenreuth, Konnersreuth und Kastl. Unterm Strich also ein kleiner Baby-Boom im Landkreis - wobei natürlich klar ist: Den demografischen Wandel kehrt auch diese Tendenz nicht um.

Die Bevölkerungsverluste durch Todesfälle und Wegzüge gleichen die Zuzüge und Geburten nicht aus. Die Schere klafft aber nicht mehr so weit auseinander. Statt im Schnitt jährlich 500 Bürgern weniger im Landkreis pendelte sich der Verlust zuletzt auf rund 200 ein.
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