Zum Wegwerfen viel zu schade

Stolz präsentierten die jungen Künstler ihre verzierten Fahrradfelgen. Bild: hfz
Vermischtes
Tirschenreuth
04.07.2016
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"Upcycling" ist in. Das erlebten die Kinder der Grundschule und des Förderzentrums in einem gemeinsamen Projekt. Nebenbei werden auch neue Freundschaften geknüpft.

Die Marien-Grundschule kooperiert seit vielen Jahren mit dem Sonderpädagogischen Förderzentrum. Über das ganze Schuljahr hinweg finden gemeinsame Projekte mit verschiedenen Klassen statt. So trafen sich die Kinder der beiden Schulen in diesem Schuljahr zum Beispiel zu gemeinsamen Theatervorstellungen, erwarteten gemeinsam den Nikolaus oder führten eine Oster-Rallye durch. Ein weiterer Höhepunkt waren unter anderem mehrere Sportstunden in einem "Dschungelparcours". Bei allen Aktionen wurden neue Freundschaften geknüpft und auch vertieft.

Mit Freude und Eifer


Vergangene Woche trafen sich die Klasse 2b der Marien-Grundschule und eine Klasse des Förderzentrums ein weiteres Mal für ein gemeinsames Kunstprojekt. Die beiden Klassenleiterinnen Martina Reichl und Franziska Thoma hatten sich dafür ein aktuelles Thema des neuen Kunstlehrplans ausgesucht und die benötigten Materialien besorgt und vorbereitet. Mit einer Traumreise ließen sich die Kinder zu den "Olchis" auf den Schrottplatz in "Schmuddelfing" entführen. Dort hatte ein Lastwagen eine große Ladung alter Fahrradfelgen abgekippt. Die "Olchis" hätten die Reifen am liebsten aufgegessen, da Müll zu ihren Leibspeisen zählt. Aber die Kinder der beiden Klassen hatten eine viel bessere Idee: "Wir verzieren die Fahrradreifen. Zum Wegwerfen sind sie doch viel zu schade. "

Nachdem die Vorgehensweise erklärt worden war und alle Materialkörbe und Fahrradfelgen an die Gruppen verteilt waren, machten sich die "kleinen Künstler" ans Werk. Mit Wolle, Stoffstreifen und Filz webten sie eine Bahn nach der anderen zwischen die Speichen hindurch. Die Kinder waren mit Freude und Eifer bei der Sache und bewiesen enorme Ausdauer. Am Ende präsentierten sie stolz ihre Ergebnisse, die sich wahrlich sehen lassen konnten. Der Dank der Schulen gilt vor allem den Sponsoren (Ghost, Zweirad Strunz, Zweirad Göhl, Hatico, Tuchfabrik Mehler), ohne deren Hilfe diese Aktion nicht möglich gewesen wäre.
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