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Sehr sportlicher Zeitplan

Zum symbolischen Baustellenbild stellten sich (von links) Bürgermeister und BRK-Kreisvorsitzender Franz Stahl, Pflegedienstleiterin Gabriele Schieder, Josef Schmidkonz, Hildegard Völkl (Rollstuhl), stellvertretende Heimleiterin Jennifer Graser, Peter Brückner, Theresia Schiml, Geschäftsführer Holger Schedl mit einer Schale voll Ohrenstöpseln und Martin Csakli, Projektleiter des Büros Brückner und Brückner.
Wirtschaft
Tirschenreuth
19.03.2015
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Geschäftsführer Holger Schedl hat vorgesorgt: Mit einer Schale voll Ohrstöpsel kommt er zum Baustellentermin. Bei laufendem Betrieb wird das BRK-Seniorenheim "Ziegelanger" saniert. Das zeitgemäße Aufhübschen der Anlage ist dem Kreisverband 4,7 Millionen Euro wert.

Von einem sportlichen Zeitplan spricht Architekt Peter Brückner. Bis Oktober 2016 soll die Generalsanierung abgeschlossen sein. Eigentlich wollte man schon längst begonnen haben. Aber vergangenes Jahr war kein passender Generalunternehmer zu finden. Jetzt sind die Gewerke auf 15 Firmen verteilt. 90 Prozent davon kommen aus der Region im Umkreis von 30 Kilometern. Wie BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl erklärt, wird die Baustelleneinrichtung Ende März abgeschlossen sein. "Im April geht es richtig los", sagt er.

30 Bewohner nach Plößberg ins "Haus Frohnwiesen" umgezogen

Die Maßnahme wird in zwei Abschnitten erledigt. Während in einem Teil des Areals saniert wird, ist der andere durch eine Staubschutzwand davon isoliert. Deshalb wurden bereits die Heimplätze reduziert. Etwa 30 Bewohner sind nach Plößberg ins "Haus Frohnwiesen" umgezogen. Sie können es sich aussuchen, ob sie dort bleiben oder nach der Renovierung zurückgehen wollen. Wenn das "Haus Ziegelanger" renoviert ist, stehen 98 Plätze zur Verfügung. "Dann gibt es auch keine Doppelzimmer mehr, die sind nicht mehr zeitgemäß", sagt Schedl. Lediglich einige sogenannte "Doubletten" werde es noch geben. Das sind Einzelzimmer, die eine gemeinsame Nasszelle haben. Viel Glas werde künftig Tageslicht in die Räume und Gänge leiten, erklärt Schedl. Was bleibt, wie es ist, das ist einzig die Kapelle.

Qualität verbessern

BRK-Kreisvorsitzender Franz Stahl erklärt, dass es in erster Linie um eine Verbesserung der Lebens- und Wohnqualität gehe. Ziel des BRK sei es schon immer, seine Einrichtungen auf ein qualitativ hohes Niveau zu stellen und dort zu halten. So seien beispielsweise im Tirschenreuther "Haus Mühlbühl" viele Begegnungsflächen, wie Mehrzweck- und Speiseräume geschaffen worden. In Kemnath sei vor etwa zehn Jahren die letzte Kernsanierung abgeschlossen worden und in Plößberg sei ohnehin alles topp.

Echte Hausgemeinschaft

Ein Aspekt, der auch der Pflege geschuldet sei, die sich im Laufe der Jahrzehnte stark verändert habe. Stand früher eindeutig die Pflegefunktion im Vordergrund, gehe es gegenwärtig darum, das betreute Wohnen in den Mittelpunkt zu stellen und Einrichtungen zu schaffen, in denen die Bewohner ihren Alltag in einer echten Hausgemeinschaft verbringen können. "Mit einer Investition von 4,7 Millionen Euro ist das die derzeit größte Maßnahme in der Stadt und für das BRK schon ein finanzieller Kraftakt."

Von Konstruktion soll möglichst viel erhalten bleiben

Peter Brückner, Chef des ausführenden Architekturbüros, erklärt, dass die Maßnahmen im Altbau, der aus dem Jahr 1967 stammt, mit Abstand die aufwendigeren seien. Im Anbau aus den 1990er Jahren sei alles viel einfacher. Von der baulichen Konstruktion her, soll möglichst viel erhalten werden. "Ein sehr sportlicher Zeitplan, zumal bei laufendem Betrieb gearbeitet wird. Da steht selbstverständlich die Rücksicht auf die Bewohner im Vordergrund, da kann man nicht einfach mit großen Maschinen hineinfahren."

Franz Stahl ergänzt: "Hier ist vor allem Sensibilität gefragt und auch die Mitarbeiter werden sehr gefordert werden. Dafür entsteht aber ein Wohnumfeld, welches das gewohntes Zuhause ersetzen soll."
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