Eine Stunde Warnstreik
Hamm-Mitarbeiter gehen eine Stunde früher nach Hause

Phase Eins der aktuellen IGM-Streikwelle ging heute beim Walzenhersteller Hamm über die Bühne. Ab 5.30 Uhr hingen Franz Kraus, Heike Graf und Günther Fiedler (von links) die Aufrufe im Betrieb aus. Bild: Grüner
Wirtschaft
Tirschenreuth
29.04.2016
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Nachdem die letzte Tarifrunde zwischen Arbeitgebern und -nehmern der Metallbranche ergebnislos endete, zeigte postwendend die Industriegewerkschaft Metall (IGM), dass sie es ernst meint mit ihrer Forderung von 5 Prozent mehr Lohn. 2,1 Prozent hatten die Arbeitgeber geboten.

Ab Mitternacht wurden zahlreiche Betriebe bestreikt. Auch die Mitarbeiter der Hamm AG beteiligten sich an den Warnstreiks. Am gestrigen Freitag ging die Mannschaft in allen Schichten je eine Stunde früher in den Feierabend, beziehungsweise ins Wochenende. Entsprechende Aufrufe zur Teilnahme wurden im Betrieb ausgehängt und in den Abteilungen verteilt.

Um die Betriebsratsvorsitzenden Franz Kraus und Günther Fiedler (Stellvertreter) bei der Organisation zu unterstützen, war Heike Graf, politische Gewerkschaftssekretärin der IGM aus Amberg angereist. Die erste Phase der Streikwelle dauert eine Woche. Graf betreut dabei 23 Firmen im Bezirk. Folgt nach der nächsten Tarifrunde kein zufriedenstellendes Angebot, folgen dann weitere Warnstreiks.
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