Landrat Wolfgang Lippert macht den Dorfmenschen klar, dass das Geschäft um die Ecke viel besser ...
Dorfläden in der Nähe ist besser als der Supermarkt

Den neuen Flyer "Unser Dorfladen" stellten im Landratsamt (von links) Markus Frank (Wirtschaftsförderung), Huberta Bock (Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz), Manfred Dietrich (Regionalmanagement), Praktikantin Yesim Yasar und Landrat Wolfgang Lippert vor. (jr) Bild: jr
Wirtschaft
Tirschenreuth
01.10.2015
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Früher war das gang und gäbe: Eingekauft wurde nicht im Supermarkt, sondern bei "Tante Emma" um die Ecke. Die ist zwar längst gestorben, aber ihr Dorfladen ist plötzlich wieder "in".

"Die wohnortnahe Versorgung mit Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs ist ein unverzichtbares Stück Lebensqualität und ein wichtiger Standortfaktor", sagte Landrat Wolfgang Lippert. Aktuell gibt es im Landkreis fünf Dorfläden in Fuchsmühl, Wildenreuth, Konnersreuth, Friedenfels und Kulmain. Ein vom Regionalmanagement in Zusammenarbeit mit dem Amt für Ländliche Entwicklung erstellter Flyer will den Betreibern nicht nur Mut machen und zu weiteren Gründungen anregen, sondern auch den Menschen die Vorteile näher bringen. Nicht nur auf dem Dorf.

Weitere wichtige Funktionen mit Dorfläden

Landrat Wolfgang Lippert machte der Präsentation deutlich, dass Dorfläden noch weitere wichtige Funktionen erfüllen. "Sie sind eine Art Stätte der Begegnung und führen Menschen zusammen. Und sie verkaufen regionale Produkte und bieten kurze Wege." Manfred Dietrich (Regionalmanagement und Wirtschaftsförderer) hat ein ehrgeiziges Ziel. In den kommenden zehn Jahren sollen zehn Dorfläden im Landkreis realisiert werden.

"Wir wollen dem bürgerlichen Dorfleben eine Chance geben." Dietrich berichtete, dass nach einer Umfrage in Pleußen die Menschen dort eine Arbeitsgruppe gebildet haben. Sie wollen dort zwar nichts Neues erbaut haben, aber Bestehendes gerne ausgebaut sehen. Huberta Bock (Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz) sah im Modell mit der Bürgerbeteiligung an einem Dorfladen die Zukunft, ähnlich wie in Fuchsmühl.

"Ein Dorfladen lebt vom Engagement seiner Bürger. Je mehr sie mit eingebunden sind, desto besser laufen die Läden." Manfred Dietrich ergänzte, dass in einem Dorfladen vor allem den regionalen Produkten eine Plattform gegeben werden soll. "Dorfladen und regionale Produkte, das passt."

Huberta Bock wünschte sich eine noch bessere Vernetzung der Dorfläden untereinander. Der Anfang soll jetzt gemacht werden, alle Dorflädenbetreiber sollen sich jetzt treffen und auch kennenlernen. Landrat Lippert betonte, dass gerade regionale Lebensmittel meist hochwertige Lebensmittel sind. Nicht vergessen werden dürfe dabei die regionale Wertschöpfung. Der Flyer ist in einer Auflage von 2500 Exemplaren erschienen. Er liegt in den Dorfläden und Rathäusern des Landkreises auf.
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