Milchhof Tirschenreuth will Teil des Geländes verkaufen
Das Filetstück bleibt

Auch wenn sich die Erzeugergemeinschaft von einem Teil des Milchhofes (hinten das große Bürogebäude) trennen will, Verladestation und Parkplatz bleiben im Eigentum der Genossenschaft. Im Vordergrund der Garagenkomplex für die Dienstfahrzeuge des Landratsamtes. Bild: Grüner
Wirtschaft
Tirschenreuth
30.06.2016
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Die Pläne sind seit langem bekannt: Stiftland-Milch will sich von einem Teil des Geländes trennen. Jetzt könnte der Verkauf in trockene Tücher kommen. Vorausgesetzt, die Genossen spielen da auch mit.

Wenn sich am Montagabend die Erzeugergemeinschaft Milchhof Tirschenreuth im Kettelerhaus zur Generalversammlung trifft, steht auch der Teilverkauf auf der Tagesordnung. Das ist jetzt nichts Neues, schließlich laufen die Verhandlungen bereits seit über zwei Jahren. Nun sind sich die Partner offenbar einig.

Dass ein Vorgespräch beim Notar gewesen ist, bestätigt auch Vorstandsvorsitzender Bernhard Schuller. "Für die Genossenschaft hat sich der Betrieb des Gebäudes einfach nicht mehr gerechnet", sagt er. Seit sich die Tirschenreuther Molkerei vor fast 15 Jahren mit der Bayerischen Milchindustrie (BMI) in Landshut verbandelt hat, steht das große Bürogebäude weitgehend leer. Ein Werksverkauf für Milch- und Käseprodukte ist eingerichtet. "Und daran soll sich auch nichts ändern", weiß Bernhard Schuller. Der neue Besitzer wolle die Räumlichkeiten wieder vermieten.

Auch die Verladestation gegenüber und der angrenzende Parkplatz bleiben. "Das Filetstück geben wir so schnell nicht her", spielt der Vorstandsvorsitzende wohl auch auf die früheren Verhandlungen mit dem Landkreis an. Das Landratsamt hat seit Jahren Raumnöte, musste sich beispielsweise mit dem Sozialdienst in Ausweichquartiere einmieten. Da wäre quasi ein Sprung über die Straße eine Lösung gewesen. "Die Räume haben aber für unsere Erfordernisse nicht gepasst", bestätigt Walter Brucker, Pressesprecher des Landratsamtes, erste Gespräche. Interessant wäre die jetzige Parkplatzfläche sicher auch, sollte sich der Landkreis einmal für eine Art Erweiterungs- oder Anbau erwärmen. Dass da in der Vergangenheit die eine oder andere Idee gedanklich durchgespielt worden ist, verneint Brucker nicht. "Aber konkret ist da nichts."
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