Neues Firmengelände der Firma Hamm wird gebaut
Firma Hamm zerstört vier Hektar Wald für Firmengelände

Vier Hektar groß ist die rot eingezeichnete Waldfläche zwischen Firmengelände und B 15, für die sich die Hamm AG interessiert. Bild: hfz
Wirtschaft
Tirschenreuth
04.08.2015
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Wenn die Firma Hamm ihre Fühler nach Land ausstreckt, ist meistens was im Busch. Der Walzenbauer hat die Änderung des Flächennutzungs- und Bebauungsplans für vier Hektar Wald zwischen der B 15 und dem jetzigen Firmengelände beantragt. Der Stadtrat votierte einstimmig dafür.

Auf NT-Nachfrage erklärte der Marketingleiter der Hamm AG, Gottfried Beer, dass derzeit keine größeren Aktionen geplant seien. Das Grundstück sei einfach interessant für künftige Entwicklungen, denn Hamm befinde sich weiterhin auf Wachstumskurs.

Florierendes Geschäft

Das Geschäft floriere richtig gut und auch heuer sei wieder einmal ein rekordverdächtiges Ergebnis zu erwarten. Freilich seien in der Zukunft weitere Gebäude geplant, beispielsweise ein Schulungszentrum. "Aber inhaltlich ist da noch nichts konkretisiert."

Bürgermeister Franz Stahl erklärte in der Stadtratssitzung, dass das entsprechende Verfahren eingeleitet sei. Da die Fläche in einem ausgewiesenen Gebiet nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) liege, müsse erst die Entscheidung der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt abgewartet werden. Gespräche seien diesbezüglich bereits geführt worden.

Keine wertvolle Fläche

Auch Regierungspräsident Axel Bartelt habe dem Bürgermeister seine Unterstützung zugesagt. Als er wegen eines anderen Termins in der Kreisstadt weilte, habe sich die Gelegenheit ergeben, das Gelände zu besichtigen. Laut Franz Stahl handle es sich bei dem Areal um keine ökologisch wertvolle Fläche. "Dort gibt es weder ein Feuchtgebiet, noch einen Teich oder ähnliches."

Die Stadtförsterei habe außerdem bestätigt, dass auch der Wald, der sich in der Hauptsache aus Kiefern und Fichten zusammensetze, nicht von großer Bedeutung sei. Der bestehende Fuß- und Radweg entlang der B 15 werde von der Änderung nicht tangiert. Stahl geht davon aus, dass das komplette Verfahren bis zum Frühjahr 2016 über die Bühne gebracht ist.
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