Petition im Büro des Bundestagsabgeordneten Reiner Meier überreicht
Fracking-Gegner klopfen an

Die Mitglieder der Bürgerinitative "Weidener Becken" übergaben auch im Büro des Bundestagsabgeordneten Reiner Meier ihre Petition gegen Fracking. Mit Plakaten und Flyern demonstrierten Anton Wurzer, Hilde Lindner-Hausner, Edith Tauchmann, Ali Zant und Angela Frank (von links) gegen die Verabschiedung. Bild: lli
Wirtschaft
Tirschenreuth
24.09.2015
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Ein neues Gesetz soll Fracking jetzt auch in Deutschland ermöglichen. Noch im Oktober wird der Bundestag voraussichtlich über den umstrittenen Gesetzentwurf abstimmen. Viele Bürger sehen diese Entwicklung äußerst kritisch und kämpfen vehement dagegen.

So auch die Initiative "Bündnis Weidener Becken". Mitglieder der Organisation übergaben deshalb auch im Büro des Tirschenreuther Bundestagsabgeordneten Reiner Meier eine Petition. "Wir wollen, dass das Rechtsänderungspaket zur Zulassung von Fracking gestoppt wird. Zudem sollen im Bundesberggesetz alle Formen des Frackings sowie die unterirdischen Entsorgung von Lagerstättenwasser ausnahmslos verboten werden", erklärte Angela Frank. Sollte das Gesetz dennoch verabschiedet werden, sehe sich die Initiative dazu gezwungen, rechtliche Schritte einzuleiten.

Reiner Meier bedauerte in einer späteren Stellungnahme, dass er die Vertreter des "Bündnis Weidener Becken" nicht persönlich empfangen konnte. Da kein Termin vereinbart worden war, war der Bundestagsabgeordnete bereits anderweitig gebunden. "Ich nehme die Sorgen der Bürger sehr ernst und kann versichern, dass der Schutz von Umwelt und Gesundheit Vorrang hat", versicherte der CSU-Politiker.

Auch ihn befriedige die derzeitige Rechtslage nicht. Deswegen freue es ihn um so mehr, wenn sich Bürger zu solchen Themen Gedanken machen und mit ihm diskutieren möchten: "Ich werde Ihre Anregungen und Sorgen in meine Arbeit einfließen lassen." Seine Tür stehe weiterhin für Gespräche offen - am besten mit Termin.

Beim Fracking werden Wasser, Sand und auch giftige Chemikalien unter sehr hohem Druck in die Erde gepumpt. Dadurch wird das Gestein aufgebrochen und das Gas kann emporsteigen. Dieser Methode der Energie- und Ölgewinnung machte die USA unabhängig vom Weltmarkt. Aber auch die Folgen für die Umwelt werden langsam sichtbar. Unter anderem bringe "Hydraulic Fracturing" einen immensen Flächenverbrauch, Zerstörung von Landschaften, Erdbebengefahr, unkontrolliertes Entweichen von Gasen, Wasserverschmutzung und hoher Wasserverbrauch mit sich, wie Fracking-Gegner kritisieren.
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