Quote gemäßigt wie der Winter

Wirtschaft
Tirschenreuth
08.01.2016
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Weniger Arbeitslose als im Oberpfalz-Durchschnitt gibt es im Landkreis Tirschenreuth. Die Statistik beziffert den Anteil mit 4,2 beziehungsweise 4 Prozent.

Die Agentur für Arbeit meldet zum Winterbeginn zwar gestiegene Arbeitslosenzahlen. Saisonübliche Entlassungen in der Winter- und Ferienzeit bewirkten einen Anstieg auf 4 Prozent. Im Bezirk Weiden lag die Quote bei 6,2 Prozent, in Neustadt/WN bei 3,5 Prozent.

Unter Vorjahresniveau


Im Bereich Tirschenreuth waren zuletzt 883 Männer und 742 Frauen arbeitslos gemeldet. Ein Blick auf Dezember 2014 zeigt jedoch, dass die aktuellen Zahlen deutlich unter denen des Vorjahres (4,3 Prozent) liegen. Die Suche nach Fachkräften bewegte sich weiter auf einem hohen Niveau. Dem Arbeitgeber-Service waren 422 offene Stellen gemeldet.

In den vergangenen Wochen ist die Arbeitslosigkeit im Landkreis Tirschenreuth um 150 auf 1625 Personen gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es allerdings rund 100 Erwerbslose weniger. Gerlinde Sollacher-Kraus, Leiterin der Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit Tirschenreuth, fasst die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt zusammen:

"Vor allem aus den Bereichen Buchhaltung und Verwaltung, der Land- und Forstwirtschaft, dem Gartenbau sowie aus der Verkehr- und Logistikbranche meldeten sich viele Menschen arbeitslos. Wie im Vorjahr war der Dezember von jahreszeitlich bedingten Kündigungen geprägt. Erfreulich ist, dass viele Arbeitnehmer im Baugewerbe, teilweise Zimmerer, Gerüstbauer oder Fahrzeugführer bereits eine Zusage zur Wiedereinstellung im Frühjahr haben."

Bei den Vermittlungsfachkräften der Arbeitsagentur waren 883 Männer und 742 Frauen gemeldet. Dabei zeigte sich der Arbeitsmarkt in den vergangenen Wochen sehr dynamisch: 464 Männer und Frauen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, ähnlich viele wie im Vorjahr. Gleichzeitig konnten 313 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Quer durch Altersgruppen


Im Vergleich zum Dezember 2014 verzeichneten fast alle Personengruppen einen Rückgang bei den Arbeitslosenzahlen: Bei den jungen Arbeitslosen bis unter 25 Jahren wurden am Stichtag etwa 150 Personen gezählt, knapp 8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Leichte Rückgänge gab es auch bei den älteren Arbeitslosen über 55 Jahre (aktuell: 432 Personen), Menschen mit Behinderungen (187 Personen) und bei den Männern und Frauen, die bereits länger als ein Jahr auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle sind (585).

Seit Einführung der sozialen Grundsicherung werden Erwerbslose von der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter betreut. Im Dezember betreute die Agentur 672 Männer und Frauen im SGB III. Im Vorjahr waren es 787. Zu den Kunden des Jobcenters zählten im Berichtsmonat 953 Personen, 18 mehr als im Vorjahr.
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