Raiffeisenbank ehrt langjährige Mitarbeiter
Wichtigstes Kapital in der Bilanz

Die Raiffeisenbank im Stiftland verabschiedete langjährige Mitarbeiter in den Ruhestand und scheidende Aufsichtsräte. Im Bild (von links) Werner Eckstein mit Ehefrau Helmtrud, Herbert Gmeiner mit Gattin Hildegard, Albert Schicker mit Ehefrau Marianne, Franz Schneider und Barbara Höfer-Schneider. Bild: jr
Wirtschaft
Tirschenreuth
20.12.2015
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Nicht Zahlen, sondern verdiente Mitarbeiter standen bei der Weihnachtsfeier der Raiffeisenbank im Stiftland im Blickpunkt. Denn sie seien das wichtigste Kapital.

Vorstand Thomas Wirth nannte es eine Herausforderung, das Geschäftsjahr angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen positiv zu gestalten. "Aber ich darf Ihnen gratulieren. Wir haben es auch heuer wieder in einer beeindruckenden Weise geschafft. Vielen Dank für Ihren Einsatz", sagte Wirth vor rund 350 Mitarbeitern und Pensionären am Freitagabend im Kettelerhaus. Musikalisch umrahmte die Feier die Raiffeisen-Bigband unter Leitung von Patrick Oroudji.

Vor allem Griechenlandkrise und Flüchtlingsproblematik belasten Europa und die Märkte, bilanzierte Thomas Wirth. Hinzu kämen niedrige Zinsen und "Regulationswahnsinn". Doch die Raiffeisenbank im Stiftland habe erfolgreich gearbeitet. Nach derzeitigen Hochrechnungen werde das Gesamtergebnis 0,96 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme erreichen. "Wir bleiben damit exakt auf gleicher Höhe wie im Vorjahr", erklärte Thomas Wirth. Auch steige das Eigenkapital wie im vergangenen Jahr.

Was die Zukunft anbetrifft zeigte sich Thomas Wirth verhalten optimistisch. "Besser wird's aber nicht werden, zumindest nicht bei den derzeitigen Rahmenbedingungen." Allerdings, so Wirth, "ist mir bei so viel Vertriebsgeist unserer Mitarbeiter auch vor den nächsten Jahren nicht bange." Neu gewählt worden seien heuer Mitglieder zur Vertreterversammlung. Insgesamt 207 Mitglieder gehören diesem Gremium im Verbandsgebiet an. Neu zur Bank kamen elf Auszubildende.

Die beiden Vorstände Thomas Wirth und Josef Strauß sowie Aufsichtsratsvorsitzender Josef Schwägerl nahmen am Freitag auch eine Reihe von Ehrungen vor. "Unsere langjährigen Mitarbeiter sind unser wichtigstes Kapital", betonte Thomas Wirth. Seit 25 Jahren bei der Raiffeisenbank sind Angela Zwerenz, Andreas Härtl, Franz Adam, Thorsten Meier, Max Enders, Stephan Forster, Michael Preisinger und Werner Schmid. Für 40-jährige Treue zum Unternehmen zeichnete die Raiffeisenbank im Stiftland Rosemarie Peterhans, Rupert Müller und Gerhard Wölfl aus. In den Ruhestand wurden Barbara Höfer-Schneider und Albert Schicker verabschiedet. Barbara Höfer-Schneider trug für das gesamte Rechnungswesen im Bereich Ware Verantwortung, Albert Schicker im Seat-Autohaus. Aus dem Aufsichtsrat verabschiedeten sich Herbert Gmeiner und Werner Eckstein. Gmeiner gehörte dem Gremium seit 1998 an. Werner Eckstein arbeitete 24 Jahre im Aufsichtsrat.

Warenumsatz leicht rückläufigFür die Abteilung Ware der Raiffeisenbank im Stiftland berichtete Jürgen Zant von zahlreichen größeren Baumaßnahmen, wie in Mitterteich und Liebenstein. Während in Mitterteich der Baumarkt erneuert wurde, kam in Liebenstein ein Getreidesilo hinzu. Zu Beginn der Erntesaison konnte die neue Anlage in Betrieb genommen werden. "Die Landwirte haben uns für diese Investition belohnt, da die erfasste Getreidemenge heuer ein Rekordniveau erreichte", sagte Zant. Der Warenumsatz sei heuer leicht rückläufig (minus sechs Prozent). Zant begründete dies mit den niedrigen Kosten für Energie. "Die Energiepreise sind um 20 Prozent gesunken." Jürgen Zant bekräftigte: "Trotzdem blicken wir auf ein gutes Geschäftsjahr zurück." Für 2016 zeigte er sich recht zuversichtlich, "auch weil wir alle an einem Strang ziehen". Laut Zant sei am Standort Mitterteich eine Erweiterung der Garten- und Landschaftsabteilung geplant. (jr)
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