Sicherheitsgespräch mit dem Landrat
Schlechtes Pflaster für Gauner

Beim Sicherheitsgespräch mit Landrat Wolfgang Lippert (Dritter von rechts) waren (hinten von links) Reinhold Schreyer, Werner Schüssel, Bernhard Gleißner, Thomas Bauer, Gerold Mahlmeister und Michael Liegl sowie (vorne von links) Werner Ochantel, Werner Schönfelder und Uwe Landgrebe dabei. Bild: Grüner
Wirtschaft
Tirschenreuth
17.06.2015
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Der sicherste Platz in der Region war am Dienstag das Landratsamt. Die Chefs der Oberpfälzer Polizei-Behörden waren zum Sicherheitsgespräch mit dem Landrat angereist. Und der war voll des Lobes über die überdurchschnittlich hohe Aufklärungsquote.

Erstmals leitete der neue Polizeipräsident der Oberpfalz, Gerold Mahlmeister, die Runde. Zu ihr gehörten auch sein Vize Michael Liegl, Erster Polizeihauptkommissar Werner Schüssel sowie die Inspektionsleiter Werner Schönfelder (Tirschenreuth), Bernhard Gleißner (Kemnath), Reinhold Schreyer (Waldsassen), Werner Ochantel (Verkehrspolizei Weiden) sowie Kriminaloberrat Thomas Bauer (Kriminalpolizei Weiden) und Polizeidirektor Uwe Landgrebe von der Bundespolizei Waidhaus.

Gute Entwicklung

Das Papier, in dem die relevanten Zahlen für den Landkreis aufbereitet sind, zeigt durchwegs eine gute Entwicklung der Polizeiarbeit in der Region. Der Landkreischef bescheinigte den Behördenleitern eine hervorragende Zusammenarbeit. Das Lob gab Gerold Mahlmeister gerne zurück und weitete es auf die Kollegen der anderen Fachbereiche aus. Dass in der Region bereits gemischte Streifen aus Beamten von Bundes- und Landespolizei unterwegs sind, hob er besonders hervor.

Insgesamt wurden im Vorjahr 2571 Straftaten begangen, ein Minus von 5 Prozent und der niedrigste Wert der vergangenen zehn Jahre. Die Aufklärungsquote lag bei 73,2 Prozent. Im Bereich der Gewaltkriminalität sind mit 57 Fällen 3 mehr als im Vorjahr zu verzeichnen. Das entspricht einer Steigerung um 5,6 Prozent. Die Straßenkriminalität weist mit 299 Einträgen 19 Fälle weniger als im Vorjahr aus. Ebenfalls der niedrigste Wert seit 10 Jahren.

Rauschgift noch hoch

Um 50 Fälle sind die Vermögens- und Fälschungsdelikte (281) zurückgegangen. Das sind immerhin 15,1 Prozent. Erfreulich auch der Rückgang bei der Rauschgiftkriminalität. 280mal mussten dabei die Beamten tätig werden. Im Vergleich zum Vorjahr 72mal oder 20,5 Prozent weniger. "Trotz dieser erfreulichen Tatsache liegt das Niveau aber immer noch recht hoch", sagte Mahlmeister. Die größte Rolle dabei spielen der Konsum und der Handel mit Crystal Speed.

"In Oberfranken spricht man in diesem Zusammenhang bereits vom Crystal- statt vom Fichtelgebirge", wusste der Polizeipräsident. An zweiter und dritter Stelle rangieren Cannabis und Marihuana. Im gesamten Landkreis registrierte die Polizei 161 Drogenfahrten. Auffallend dabei: Allein im Bereich Waldsassen waren es 155. Das hänge mit der Nähe zur Grenze zusammen. Viele konsumierten Drogen in Tschechien und würden dann bei der Heimfahrt aufgegriffen. Bei insgesamt 1882 geklärten Straftaten wurden 1549 Verdächtige ermittelt, darunter 326 weibliche. 23,4 Prozent waren Ausländer. Knapp 28 Prozent der Gewaltdelikte ging auf das Konto von Kindern und Jugendlichen. Bei Sachbeschädigungen ist diese Altersgruppe mit über 50 Prozent beteiligt.

70 Prozent der Fälle, mit denen sich die Bundespolizei befassen musste, betrafen unerlaubte Einreisen. Beim Rest ging es in der Hauptsache um Verkehrsdelikte infolge von Drogenkonsum.
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