Tuchfabrik Mehler blickt auf erfolgreiches Jahr zurück
Mitarbeiter am Gewinn beteiligt

Mitarbeiter, die seit 40 Jahren im Unternehmen sind, ehrte die Tuchfabrik Gebrüder Mehler bei einer Betriebsfeier. Im Bild (von links) Ludwig Mehler, Christa Mayerhöfer, Heiko Frötschl, Johann König und Paulus Mehler. Bild: kro
Wirtschaft
Tirschenreuth
12.01.2015
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Mehr Umsatz, mehr Mitarbeiter, mehr Gewinn: Bei der Tuchfabrik Mehler geht ein äußerst erfolgreiches Jahr zu Ende.

Geschäftsführer Paulus Mehler wartete bei der Betriebsfeier des Unternehmens am Freitagabend in der Zoiglstube "Zum Postgassl" erneut mit einem Rekordumsatz auf. "Es ist das beste Geschäftsjahr in der Geschichte der Tuchfabrik Mehler." Dank einer Steigerung um sechs Prozent kletterte der Umsatz auf fast zehn Millionen Euro im vergangenen Jahr. Zum Vergleich: 2002 betrug der Umsatz noch 2,3 Millionen Euro.

Wie viel die Firma letztendlich als Reingewinn verbuchen kann, stehe jedoch noch nicht fest, informierte Mehler die Mitarbeiter. Erst müsse noch die Inventur abgewartet werden. Der Geschäftsführer verhehlte nicht, dass dieses Wachstum auch sehr viel Geld koste. Vieles müsse vorfinanziert und fremdfinanziert werden. Ein weiteres Detail: Rund 40 000 Euro, so viel wie noch nie, mussten in die Reparatur der Maschinen gesteckt werden.

Paulus Mehler verwies darauf, dass das Wachstum auch innerbetriebliche Änderungen und andere Strukturen auch im personellen Bereich erfordere. Die Mitarbeiter müssten an die neuen, größeren Produktionseinheiten angepasst werden. Wichtig sei deshalb, dass die Veränderungen von der Belegschaft mitgetragen werden. Mehler dankte ausdrücklich für die Loyalität und Unterstützung: "Es freut mich, dass alle Mitarbeiter dahinter stehen." Dies zeige die flexible Arbeitsbereitschaft, alle seien sehr engagiert.

14 neue Mitarbeiter

Mit Stolz vermerkte Mehler, dass 2014 in Tirschenreuth 14 neue Mitarbeiter, darunter auch zwei Auszubildende, eingestellt worden seien. Damit erhöhte sich der Personalstand in Tirschenreuth auf 72 Personen. Beste Meldungen gebe es auch aus Forst, dem Zweigbetrieb der Tuchfabrik. Dort sei der höchste Umsatz in der zehnjährigen Firmengeschichte geschrieben worden: 5,3 Millionen Euro, was einer Umsatzsteigerung von ebenfalls sechs Prozent entspreche. In seinem Ausblick stellte Paulus Mehler in Aussicht, dass ab diesem Jahr die Mitarbeiter eine Gewinnbeteiligung erhalten sollen. Details würden mit dem Betriebsrat noch besprochen. Es werde in jedem Fall einen Sockelbetrag geben, "und wenn die Qualität passt, gibt es entsprechend noch mehr Geld".

Zweitägiger Betriebsausflug

Weiter informierte er die Belegschaft, dass in diesem Jahr ein zweitägiger Betriebsausflug geplant sei. Zudem soll nach und nach eine einheitliche Mitarbeiterkleidung eingeführt werden.

Der Firmensprecher ehrte abschließend gemeinsam mit dem weiteren Geschäftsführer Ludwig Mehler zwei Mitarbeiter, die seit 40 Jahren in der Tuchfabrik Mehler arbeiten. Christa Mayerhöfer aus Pilmersreuth am Wald trat am 1. April 1974 als Schererin in die Tuchfabrik ein, diese Tätigkeit führte sie 17 Jahre lang aus. Seit November 1991 ist sie mit enormem Engagement als Mustermacherin tätig. Mehler dazu: "Die richtige und saubere Aufmachung unserer Kollektion und die dafür notwendigen Muster sind das Spiegelbild unseres Leistungsvermögens." Für diese wichtige Arbeit erhielt die Jubilarin sehr viel Anerkennung, "denn sie nimmt saisonal bedingt auch mal einen Zehn-Stunden-Tag locker in Kauf".

Seit 1974 dabei

Der zweite Geehrte war Johann König aus Tirschenreuth, der am 1. August 1974 zu Mehler als Schlosser-Auszubildender kam. Der Betriebsschlosser, so Ludwig Mehler, zeichne sich durch seine ruhige Art aus und kenne jeden Winkel der Tuchfabrik. "Mit ihm ist eine gute Zusammenarbeit stets möglich." Beide Geehrte erhielten neben kleinen Geschenken auch eine Urkunde der bayerischen Arbeitsministerin Emilia Müller. Für den Betriebsrat gratulierte Heiko Frötschl.
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