100 Kinder beim Auftakt der Ferienbetreuung in Trabitz - Bootstour über den Heindlweiher der ...
Am Learning Campus gibt's kein Hitzefrei

Wie funktioniert ein Pumpspeicherkraftwerk? Warum hat ein Windrad drei Flügel? Philipp Schumann wusste auf alles eine Antwort. Mit dabei war am Homo-Pfiffikus-Stand der Somalier Farah Hussein. Bild: bjp
Lokales
Trabitz
09.07.2015
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"36 Grad, und es wird noch heißer": Am Samstagnachmittag war dies in Trabitz mehr als die Titelzeile eines Songs von Inga Humpe. Die "grüne Mannschaft" um Stephan Müller und Adrian Haralambie kam mächtig ins Schwitzen: Würde die Sommersonne die Hoffnungen auf viele Besucher beim Learning Campus-Familienerlebnistag auf dahinschmelzen lassen? Beinahe schien es so.

Gegen drei Uhr wehte aber doch noch ein "Schirokko" neugieriger Kinder und Eltern heran. "Mehr als 100 Kinder waren hier", schätzte Stephan Müller. Besonders "heiß" war erwartungsgemäß die Nachfrage nach Kanu- und Floßfahrten auf dem Heindlweiher, an dessen schattigem Ufer obendrein eine Kletterstation alle lockte, die außer Sehnsucht nach Kühle einen Schuss Kühnheit mitgebracht hatten.

Als unvermindert beliebt erwiesen sich die "Klassiker" wie die Rollrutsche, das Indianerschmuckbasteln im Tipi und insbesondere der Bogenschießstand, wo sich 75 Kinder am Schuss "ins Gold" versuchten. Beim Bemalen der Pferde "Shakara" und "Skippy" der Münchsreuther Familie Geigenmüller legten die Mädchen und Buben gern Hand an, und einige nutzten die Gelegenheit zu einem Ritt. Mittelpunkt war die "Homo Pfiffikus"-Experimentierstation mit Vorführungen zu Solar-, Wasser- und Windenergie und dem Modell eines Pumpspeicherkraftwerks.

Nebenbei lernten die Besucher dort auch einen jungen Zweig der "Learning Campus"-Arbeit kennen: die Betreuung von Bürgerkriegsflüchtlingen wie dem Somalier Farah Hussein. Der elektrotechnisch versierte 18-Jährige war über Kenia, Sudan, Libyen und Italien nach Neustadt an der Waldnaab gekommen. Er ließ sich nicht lange bitten, als Müller ihn fragte, ob er nicht am Experimentierstand mithelfen wolle.

Verständigungsprobleme gab es nicht, der junge Mann, der hofft, im nächsten Jahr eine Berufsausbildung beginnen zu dürfen, spricht nach wenigen Monaten gut Deutsch. "Über diese Menschen wird viel geredet, wir wollen etwas für sie tun", sagt Müller.

Tun will Müller auch etwas fürs Trabitzer Memory: Mit der Gemeinde plant der Learning-Campus-Trägerverein VEZ ein Konzept für Kinder- und Jugendsozialarbeit. Der Familienerlebnistag ist der erste Schritt in diese Richtung.
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