Agiler Verein: Landesbund für Vogelschutz lässt bayernweit aufhorchen
"Phänomen Trabitz" macht Furore

Ein 18 Meter langer Steg quert seit Dezember 2014 den Grünbach - gebaut von der Jugendgruppe Aquila. An dieses Projekt erinnerte die Naturschutzgruppe bei ihrer Hauptversammlung. Bild: bjp
Lokales
Trabitz
22.04.2015
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"Es ist wichtig, der Gesellschaft die Augen für die Natur zu öffnen": Für den Vize-Kreisvorsitzenden des Landesbunds für Vogelschutz (LBV) Adolf Küblböck hat Aufklärungsarbeit nicht an Bedeutung verloren. Der Klimawandel sei unübersehbar: So sei ein Bach, der einen verbandseigenen Weiher im mittleren Kreis Neustadt gespeist habe, versiegt.

Umso erfreulicher sei die gut besuchte Hauptversammlung der LBV-Naturschutzgruppe: "Das Phänomen Trabitz kennt man auch bei der Landesleitung, und der neue Landesvorsitzende Dr. Norbert Schäfer hat angekündigt, sich vor Ort ein Bild von eurer Arbeit zu machen." Wie Vorsitzender Günter Klein berichtete, hatte ein Vortrag über die Trabitzer Gruppe Furore gemacht, den Tobias und Andreas Wolf von der Teenagergruppe Aquila bei den Treffen der Jugendbeauftragten halten durften.

"Bildungsreferent Sandro Spiegl von der Naturschutzjugend Bayern fragte daraufhin an, ob die beiden ihr Referat nicht auch bei der LBV-Landestagung in Amberg halten würden. Es wurde ein voller Erfolg", blickte Klein zurück. Auch sonst gab es viel zu erzählen. So unterstützte die Naturschutzgruppe den Fledermausfachmann Markus Liebl bei der Kartierung im Hessenreuther Wald: "600 Nistkästen sind dort zu untersuchen." Die flinken Jäger waren auch Thema eines Vortragsabends mit Markus Liebl. Gut angenommen werde das "Tierhotel" im alten Trafohaus Gänsmühle, wo ein Turmfalkenpaar vier Junge ausgebrütet habe.

Von Exkursionen, Arbeitseinsätzen im Grünbach-Reservat und Gruppenstunden berichteten die Jugendsprecher Christiane Dötsch und Andreas Dzierza. Die "Kleinen Störche" sind seit einigen Monaten eine reine Mädchengruppe. Sie waren im Juli im Zeltlager und besuchten mit Markus Liebl Fledermaus-Winterquartiere. Die Aquila-Gruppe besichtigte die Biogasanlage bei Kemnath, das Vogelschutzgebiet am Obersee bei Eschenbach, den Kulm und die Burgruine Weißenstein, richtete die Eisvogel-Brutwand her, räumte den Grünbachlauf aus und baute einen neuen Steg. Höhepunkt war der Besuch bei der Naturschutzjugendgruppe im vorpommerschen Tribsees.

37 Mädchen und Burschen seien in der Jugendabteilung aktiv, zu der auch die Bubengruppe Kernbeißer (früher Eisvogel) gehöre, ergänzte Günter Klein. Für den 3. Mai plane die Naturschutzgruppe, die derzeit 137 Mitglieder zähle, eine Vogelstimmenwanderung, deren Teilnehmer sich um 7 Uhr am Bauhof treffen. Weiter gehe es mit der Haus- und Straßensammlung vom 4. bis 10. Mai, einer Orchideenwanderung bei Königstein Ende Mai oder Anfang Juni, dem Besuch der Naturschutzjugend aus Tribsees vom 6. bis 9. August und der Bergwanderung vom 17. bis 20. August im Spitzingseegebiet. Außerdem wolle man einen Modell-Biotopverbund in Unterfranken besuchen, wo in den letzten 15 Jahren eine ungewöhnlich vielfältige Flora und Fauna eine frühere "Agrarwüste" zurückerobert habe.
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