Beschränkte Sicht auf die Schranke

Ampel und Schranke warnen Autofahrer in Trabitz derzeit vor den nahenden Zügen. Nötig macht das der Schuppen im Hintergrund. Wegen des Gebäudes kann der Fahrdienstleiter die Straße nicht mehr einsehen. Damit Autos und Schranke sich nicht ins Gehege kommen, bremst nun das rote Lichte die Fahrzeuge, bevor sich dann die Schranke absenkt. Bild: bjp
Lokales
Trabitz
10.08.2015
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Am Übergang moppelt die Bahn derzeit doppelt: Vor der Schranke fordert zusätzlich eine Ampel zum Halten auf, wenn ein Zug naht. Derzeit rauscht der Alex auf seiner Ausweichroute durchs Haidenaabtal. Es ist aber nicht der Fernzug, der die Bahn bewogen hat, die Baustellen-Ampel dort aufzustellen - eher die Unternehmensstrategie in Sachen Immobilien.

Die Deutsche Bahn hat in Trabitz den Bahnhof verkauft - und der neue Besitzer einen Schuppen in den Garten gestellt. "Das Häuschen behindert die Sicht des Fahrdienstleiters auf die Straße vor dem Übergang", erklärte ein Sprecher der Bahn auf Nachfrage. Weil er die Schranke aber erst absenken darf, wenn er sicher ist, dass er dadurch kein Auto gefährdet, behilft sich die Bahn mit der Baustellenampel. Diese sei aber nur ein Provisorium, Ende August soll sie wieder verschwinden.

"Der Übergang erhält dann ein Vorläutwerk", erklärte der Münchener Sprecher. Das warnt Autofahrer künftig akustisch bevor sich die Schranke senkt. Der Bahn-Sprecher vergleicht das Signal mit dem "gelben Licht bei der Ampel".
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