Datenautobahn nimmt Fahrt auf

Lokales
Trabitz
20.10.2015
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Nun ist es amtlich: Die "schnelle Strippe" kommt. Am 13. Oktober erhielt Bürgermeisterin Carmen Pepiuk von Heimatminister Markus Söder den Förderbescheid für die Breitbandverkabelung des ganzen Gemeindegebiets, wie sie in der Gemeinderatssitzung mitteilte. Wann der Startschuss für die Bauarbeiten fällt, steht noch nicht fest.

Die Telekom werde nach Einschätzung Pepikus nach dem Ende des Winters mit der Erschließung der Ortsteile beginnen, die derzeit noch nicht mit schnellem Internet versorgt sind. Auch für den Beginn des "Memory"-Umbaus im kommenden Jahr stellte der Gemeinderat die ersten Weichen:

Einstimmig beauftragte er die Bürgermeisterin, bei der Regierung der Oberpfalz eine "Bedarfsmitteilung" über Städtebaufördermittel in Höhe von 528 000 Euro einzureichen, wovon 480 000 Euro für die Sanierung des Meierhof-Hauptgebäudes bestimmt sind. Weitere 40 000 Euro sind für die Aufwertung des Heindlweiher-Umfelds, insbesondere des Rundwanderwegs, vorgesehen, 8000 Euro für städtebauliche Beratungsdienste. Diese Bedarfsanmeldung sei noch nicht mit einem Zuschussantrag gleichzusetzen, betonten Pepiuk und Ortsplaner Klaus Stiefler: "Dieser folgt, wenn die anvisierten Arbeiten ausgeführt worden sind."

Selbstbestimmtes Leben

Ausdrücklich begrüßten die Ratsmitglieder die Gründung der Seniorengemeinschaft "Generationen Hand in Hand", der älteren Menschen im "Kooperationsraum VierStädtedreieck" helfen will, so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Ziel sei der Aufbau eines generationsübergreifenden solidarischen Netzwerks, in dem die Mitglieder einander mit Handreichungen wie Hilfe im Haushalt, Reparaturen oder Chauffeurdiensten unterstützten, informierte Pepiuk. Diese Dienstleistungen würden zu günstigen Stundensätzen vergütet, alternativ könnten die Helfer ihre Arbeit als "Stundenguthaben" ansparen: "Für diese ,Guthaben' können sie selbst bei Bedarf Dienstleistungen anfordern."

Mitglied könne jede mindestens 16 Jahre alte Person werden. Die Gemeinderäte stimmten einmütig dafür, den neuen Verein für die nächsten drei Jahre mit 50 Cent je Einwohner und Jahr zu unterstützen. Diese Kofinanzierung werde von der Staatsregierung erwartet, die die Vereinsarbeit ebenfalls für drei Jahre fördere, gab die Bürgermeisterin zur Kenntnis: "Nach Ablauf dieser Frist soll sich der Verein selbst tragen."

Im Nachgang zur Bauausschusssitzung votierte das Gremium dafür, die Esche beim Parkplatz am Burkhardsreuther Feuerwehrhaus und mehrere Bäume an dem abzweigenden Weg nach Hub fachgerecht von Totholz in den Kronen befreien zu lassen. Keine Einwände gab es gegen die von Josef Ackermann beantragte Umwidmung der "Lumpererhalle", die bislang formal noch als landwirtschaftliches Gebäude galt, zur Festhalle und gegen Umbaumaßnahmen am Anwesen von Stefan Göppl, der eine Dachgaube errichten und seine Garage vergrößern will.
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