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Lokales
Trabitz
06.12.2014
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Wenn der Aufreger der Bürgerversammlung ein fehlender Grüngutcontainer ist, muss es um Trabitz gehen. Auch die neue Bürgermeistern zeichnete das Bild einer intakten Gemeinde, und die Bürger stimmten zu.

"Ich blicke in zufriedene Gesichter": Nach nur 40 Minuten schloss Bürgermeisterin Carmen Pepiuk die Gemeindeversammlung im Sportheim. Lediglich Hans Hofmann aus Preißach hatte die Änderung der Rechts-vor-links-Regelung in der Schlossgasse beim Anwesen Baumann vorgeschlagen und Christine Bodner die Aufstellung eines Grüngutcontainers in Weihersberg angeregt. Im Übrigen gaben sich die rund 50 Besucher "wunschlos glücklich".

"Gut aufgestellt" sieht die Gemeinde auch Pepiuk. Vor allem die Finanzen gäben Anlass zur Zufriedenheit: Der Schuldenstand sei rückläufig und werde zum Jahresende mit 400 Euro je Einwohner um 300 Euro unter dem bundesweiten Durchschnitt vergleichbarer Kommunen liegen. Dabei, so Pepiuk, beschreite die Gemeinde auch weiterhin den von Dieter Klein eingeschlagenen Weg, im Interesse von Lebensqualität und Zukunftssicherung nicht auf Kosten sinnvoller Investitionen zu sparen.

Viel in Eigenleistung

Einen beachtlichen Anteil am Gelingen des Spagats hätten die Bürger. Als Beispiel nannte sie das im Mai eröffnete Zessauer Gemeinschaftshauses, von den 580 000 Euro Baukosten hätten die Schützengesellschaft Eichenlaub und die Feuerwehr 100 000 Euro getragen. Überdies habe die Dorfgemeinschaft 8000 Arbeitsstunden geleistet. "Daran sieht man, was ein Dorf leisten kann, wenn es zusammenhält", lobte Carmen Pepiuk.

Anerkennende Worte fand die "Gemeindechefin" auch für die Mitarbeit der Pichlberger beim Bau des Wassererlebnisbeckens und die Pflege der Ortschaften und Spielplätze: "Uns beneiden viele um unsere sauberen und aufgeräumten Dörfer und Einrichtungen." Den Vereinen verdanke Trabitz nicht nur ein vielseitiges Ferienprogramm, sondern auch eine "unendlich lange Liste" an Festen und Angeboten quer durchs Jahr. "So viel Einsatz, Hilfsbereitschaft und Wir-Gefühl sind nicht selbstverständlich", freute sich Pepiuk und rief alle Bürger auf, dieses Engagement mit regem Besuch der Veranstaltungen zu würdigen.

Als weiteres abgeschlossenes Projekt erwähnte sie den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Burkhardsreuth und Preißach. In vollem Gang sei die Neugestaltung des Zessauer Dorfplatzes, der schon den "künftigen Glanz" erahnen lasse: "Im Frühjahr sollen die Arbeiten abgeschlossen sein." Dann soll auch der Startschuss für das Breitband-Kabelnetz fallen. Mit maximal 920 000 Euro Fördergeldern für den Anschluss des Gemeindegebiets ans schnelle Internet könne Trabitz rechnen.

Ein "Mammutprojekt"

Noch ein weiteres "Mammutprojekt" stehe der Gemeinde für 2015 ins Haus: die Renovierung des "Memory" im Zuge des "Städtebauförderungs"-Projekts für den Trabitzer Ortskern. Die für die endgültige Bau- und Nutzungsplanung unabdingbaren Untersuchungen des Gebäudezustands habe man in Auftrag gegeben. Demnächst müsse allerdings der marode Dachstuhl im Westflügel gesichert werden, da das Dach sonst womöglich unter einer etwaigen größeren Schneelast zusammenbräche.
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