Haidenaabtal 2.0

Ortsplaner Klaus Stiefler soll das Entwicklungskonzept für die drei Haidenaabtalkommunen aktualisieren und ergänzen. Bild: bjp
Lokales
Trabitz
21.07.2015
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Gemeinsam mehr rausholen: Diesen Plan verfolgen die Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Pressath. Der Trabitzer Gemeinderat gab dafür ein Konzept in Auftrag, das den Weg an die Fördertöpfe weisen soll.

Seit 1975 gehen Pressath, Schwarzenbach und Trabitz in der Verwaltungsgemeinschaft (VG) einen gemeinsamen Weg. 2013 festigten die drei Kommunen den Bund mit einem "interkommunalen Entwicklungskonzept Haidenaabtal". Um neue Ideen und Entwicklungen aufzugreifen, erhält dieses Papier ein "Upgrade". Hierzu gab der Trabitzer Gemeinderat in seiner Julisitzung einstimmig grünes Licht.

Einig waren sich Bürgermeisterin Carmen Pepiuk, die Gemeinderäte und Architekt Klaus Stiefler, dass die Allianz dem "kommunalen Dreigestirn" Nutzen gebracht habe. "Für gemeinsame Maßnahmen erhöhen sich die Chancen, auf Förderung", führte Stiefler aus. Dass dies keine Mutmaßungen seien, habe Trabitz erfahren, ergänzte Pepiuk: "Weil Dorfplatz und Gemeinschaftshalle als Teil einer übergemeindlichen Planung konzipiert wurden, erhielt die Gemeinde erhöhte Zuschüsse."

Als Elemente eines VG-übergreifenden Konzepts wolle man die Neugestaltung in Trabitz fortführen, riet Ortsplaner Stiefler: "Inzwischen werden viele Fördergelder nur gewährt, wenn ein Projekt in ein Konzept für interkommunale Zusammenarbeit einbezogen wird." Für etliche Vorhaben biete sich dies geradezu an: "Zu den identitätsstiftenden Gemeinsamkeiten gehören die Bahnlinie und der Gewässerreichtum." Mithin wolle man die drei Bahnhofsareale nach einheitlichen Richtlinien modernisieren, die beispielsweise Pendler- und Fahrradparkplätze, Ladestationen für Elektrofahrzeuge sowie Informationstafeln vorsähen.

"Interkommunal" denke man auch bei der Aufwertung des Heindlweihers. Im "Haidenaabtal"-Konzept sei der idyllische See als "Naturerlebnisort", der Dießfurter Freizeitsee hingegen als "Sporterlebnisort" vorgesehen: "Hier findet also eine Art Arbeitsteilung statt." Ferner solle die Einbindung der Gemeinde in die regionalen Rad- und Wanderwegenetze fortgesetzt und für den Heindlhof eine Nutzung von gemeindeübergreifender Relevanz angestrebt werden. Den Gemeindeverantwortlichen legte Stiefler ans Herz, weiterhin eine Verbesserung des Dienstleistungsangebots durch einen Dorfladen, Hol- und Bringdienste für Einkäufe und einen Praxisraum für "Dorfsprechstunden" von Ärzten und Beratungsdiensten zu erwägen.

Durch konzertiertes Planen und Handeln könnten Pressath, Schwarzenbach und Trabitz eine "bedarfsgerechte Daseinsvorsorge" mit effizienten Dienstleistungseinrichtungen aufrechterhalten, ihre Attraktivität steigern und so den demographischen Wandel besser bewältigen, resümierte Stiefler. So sah es auch der Gemeinderat und befürwortete das neue Regionalkonzept. Da die Kosten zu 60 oder sogar 80 Prozent aus Städtebaufördermitteln gedeckt werden, hat die Gemeinde lediglich zwischen 450 und 900 Euro zu tragen.
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