Räte bewilligen Antrag - Verwaltungsgericht entscheidet bis Ende des Monats
Bau am Straßweiher kein Problem

Lokales
Trabitz
16.07.2014
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(bjp/wüw) Der Tagesordnungspunkt war für den Gemeinderat nur eine Formalie - und sorgte doch für Gespräche. Joachim Ammon hatte den Bauplan für seine Scheune am Weihersberger Straßweiher abgeändert. Die Änderung genehmigte der Rat einstimmig. Ob der Fürther Unternehmer den Plan umsetzen darf, entscheidet am 31. Juli das Verwaltungsgericht in mündlicher Verhandlung.

Der Fürther hat den Weiher gekauft und möchte dort ein "Zweckgebäude in Holzbauweise" errichten. Dagegen geht sein Nachbar, Rechtsanwalt Lutz Freiherr von Hirschberg juristisch vor (wir berichteten). Das Verwaltungsgericht in Regensburg soll Ende des Monats darüber entscheiden, ob Ammon zurecht eine sogenannte Privilegierung als Fischwirt erhalten hat. Diese benötigt er, um im Außenbereich bauen zu dürfen. Mit diesen juristischen Details wollte sich der Trabitzer Rat nicht beschäftigen. "Wir haben uns um sachliche Fragen zu kümmern, nicht um private Auseinandersetzungen", erklärte Bürgermeisterin Carmen Pepiuk. Völlig links liegen ließ das Gremium den Nachbarschaftsstreit dann aber doch nicht.

Tatsache sei, dass auf der Parzelle früher schon ein Gebäude gestanden habe, hielt Pepiuk fest. Rätin Barbara Heser merkte an, dass der Bauplatz derart von Bäumen eingewachsen sei, dass man das geplante Holzgebäude von außen kaum werde sehen können. Von einer drohenden Verschandelung des Landschaftsbilds könne schwerlich die Rede sein. Einig waren sich Ratsmitglieder und Bürgermeisterin, dass sich das Weiherareal dank Ammons Arbeit vorteilhaft verändert habe.

Ein Weihersberger Zuhörer bemerkte auf Anfrage, dass sich die Dorfgemeinschaft um den Nachbarschaftsstreit am Rande ihres Ortes wenig kümmere.

In der Zwischenzeit ist ein Foto von Schloss Weihersberg verschwunden. Baron von Hirschberg hatte der Gemeinde die Nutzung des Bildes seines Anwesens untersagt, weil sie den Bauantrag seines Nachbarn genehmigt hat. Auf Nachfrage erklärte Bürgermeisterin Pepiuk, dass die Gemeinde das Bild vorerst entfernt hat. Noch seien die Rechte der Bildnutzung nicht geklärt.

Lutz von Hirschberg hat in der Zwischenzeit bei der Regierung der Oberpfalz eine Aufsichtsbeschwerde gegen den neuen Landrat Andreas Meier veranlasst. Wie dessen Vorgänger Simon Wittmann wirft er auch Meier vor, nicht gegen ungenehmigte Bauten Ammons auf dem Weihergrundstück vorzugehen.
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