Stilles Örtchen am Ort der Stille

Lokales
Trabitz
10.12.2014
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Bürgersinn und Fleiß attestierte Carmen Pepiuk ihren Trabitzer Gemeindebürgern. An einem Punkt wünschte die Bürgermeisterin sich mehr Einsatz: Die Geburtenzahl könnte höher sein.

Viel los war auch heuer in der Gemeinde - so viel, dass Bürgermeisterin Carmen Pepiuk in ihrem Bericht zur Bürgerversammlung (wir berichteten) nicht alles Revue passieren lassen konnte: "Das würde den Rahmen sprengen." Eines jedoch wollte sie nicht unerwähnt lassen: Seit September steht den Besuchern des Burkhardsreuther Friedhofs eine Toilette offen - dank der Initiative engagierter Bürger.

Vor allem den Brüdern Heinrich, Hermann und Josef Bauer war es zu verdanken, dass sich der langgehegte Wunsch erfüllte. Mit Konrad Bauer und Markus Deubzer machten sie sich über mehrere Wochen ehrenamtlich ans Werk, um in einem leer stehenden Seitentrakt der Friedhofskapelle ein behindertengerechtes WC einzurichten. Konrad Dippel steuerte die Holzdecke bei, Josef Plössner aus Filchendorf montierte sie. Carmen Pepiuk dankte allen Beteiligten und rief die Friedhofsbesucher auf, das neue WC pfleglich zu behandeln.

Gemischte Gefühle

Mit gemischten Gefühlen verfolgte die Bürgermeisterin die Bevölkerungsentwicklung. Elf Geburten standen zwölf Sterbefälle gegenüber, die Zahl der Einwohner mit Hauptwohnsitz ging von 1305 auf 1299 zurück, hinzu kommen wie im Vorjahr 83 Personen mit Nebenwohnsitz. Pepiuk hoffte, dass mehr junge Paare Mut zu Kindern beweisen. Um dem Nachwuchs leistungsstarke Schulen zu sichern, zahlte die Gemeinde heuer 32 500 Euro Schulumlage an den Schulverband "Am Rauhen Kulm", dessen Speinsharter Grund- und Mittelschule 26 Kinder aus Trabitz besuchen. An den Schulverband Pressath, der 17 Trabitzer Schüler unterrichtet, flossen 28 795 Euro.

Gut angelegt, so Carmen Pepiuk, seien auch die 60 Euro Gemeindezuschuss je Kind und Woche für die Teilnahme an den Ferienangeboten des Zessauer erlebnispädagogischen Vereins VEZ und die Beihilfen zugunsten der Vereine, die aktive Jugendarbeit betreiben. Zu Dank verpflichtet sei die Gemeinde allen Dienststellen, die durch Zuschüsse aus der Städtebau- und Dorferneuerungsförderung und weiteren "Fördertöpfen" viele Vorhaben ermöglicht hätten. Eine vorausschauende Finanzplanung bleibe A und O der Gemeindepolitik, wobei die Kommune von der Kämmerei der Verwaltungsgemeinschaft zuverlässig unterstützt werde, betonte Pepiuk.

Nicht ganz leicht

Ganz leicht sei dies dennoch nicht: "Viele Einnahmen lassen sich vorausberechnen, bei manchen jedoch ist das so gut wie unmöglich, so dass man sowohl schöne als auch böse Überraschungen erleben kann." Dies gelte insbesondere für die Gewerbesteuer: "Hier hatten wir beispielsweise vor vier Jahren Einnahmen von rund einer Million Euro, in diesem Jahr sind es 68 490, wobei im Etat eine Schätzung von 150 000 Euro angesetzt war." Die Bürgermeisterin verwies noch auf den Erwerb des Heindlweihers, der nach dem Willen der Gemeindeverantwortlichen in das Gestaltungskonzept für den Ortskern einbezogen werden solle. Seit Oktober sei das Gewässer an den Sportanglerverein Eschenbach verpachtet.
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