Trabitzer Naturfreunde beobachten Tiere am Rußweiher
Vielfältige Vogelwelt

Lokales
Trabitz
04.07.2015
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Geduld, Ruhe und ein Spezialfernrohr sind Rüstzeug, um die Vogelwelt im Oberseegebiet bei Eschenbach zu studieren. Ein bisschen sperrig waren Spektiv und Stativ durchaus, doch für die "Aquila"-Jugend der LBV-Naturschutzgruppe lohnte sich die "Schlepperei": Sogar einen Fischadler bekamen die Naturfreunde vor die Linse.

Noch vor gut 20 Jahren galt der elegante Greifer in Bayern als ausgerottet, jetzt sollen im Freistaat nur zehn Brutpaare leben. Einen der seltenen Vögel konnten die Jugendlichen beim Brüten beobachten. Sehr viel häufiger, aber scheu, ist der Schwarzhalstaucher, einer der schönsten Vögel des Naturschutzgebiets. Diese Wasservögel brüten gern in der Nähe von Lachmöwenkolonien - wahrscheinlich, weil die Möwen sehr wachsam sind und durch ihr Verhalten auch die Schwarzhalstaucher vor Feinden warnen.

Durch das Spektiv erspähten die Trabitzer "Adler" auch eine Kormorankolonie, Rohrsänger, Graugänse, Haubentaucher, die als "Rohrspatzen" sprichwörtlich gewordenen Rohrammern und viele weitere Vogelarten. Aber was war das? Kroch da eine Schlange über den Weg?

Ein genauer Blick genügte, um Entwarnung zu geben: Nur eine harmlose Blindschleiche auf der Jagd nach Nacktschnecken und Regenwürmern. Im Sommer bringen die Weibchen bis zu zwölf etwa acht Zentimeter lange Jungtiere zur Welt. Blind sind die beinlosen Echsen keineswegs: Das Wort "Plintslicho" bedeutete im Althochdeutschen "glänzender" oder "blendender Schleicher" und spielte auf die metallisch glänzenden Schuppen auf dem etwa einen halben Meter langen Körper an.
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