VHS-Verantwortliche in Trabitz - Dichtes Außenstellennetz ein Alleinstellungsmerkmal
Zentralisierung der falsche Weg

Das gute Verhältnis zwischen Gemeinde Trabitz und Volkshochschule wollen Bürgermeisterin Carmen Pepiuk, pädagogische Mitarbeiterin Angelika Denk und VHS-Vorsitzender Thomas Frankenberger fortführen. Bild: bjp
Lokales
Trabitz
12.11.2014
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"Es war eine richtige Entscheidung, dass wir unsere Eigenständigkeit bewahrt haben": Für Thomas Frankenberger hat die Volkshochschule Eschenbach allen Grund, selbstbewusst zu sein - auch gegenüber dem "großen Bruder" in Weiden. Das zeigte sich auch an der Kritik, die es bei dem Treffen gab.

"Unsere Stärke ist das dichte Außenstellennetz und der Kontakt zu den Menschen, unterstrich der Vorsitzende des VHS-Vereins beim Besuch. "Vor einigen Jahren gab es die Neigung, alles in Weiden zusammenzuziehen", hielt Frankenberger Rückschau. So hätten sich die Volkshochschulen Weiden und Neustadt zusammengeschlossen, und zeitweilig sei die VHS Vohenstrauß eine enge Kooperation mit der Nachbarn eingegangen. "Das hat sich aber nicht bewährt, weil auch Vohenstrauß von dem Versuch betroffen war, das Kursangebot in Weiden zu zentralisieren, wie das in der VHS Weiden/Neustadt-Mitte der Fall ist", wusste die pädagogische Mitarbeiterin der VHS Eschenbach Angelika Denk.

Zum Kontakt mit den Gemeinden gehöre, dass die VHS zurzeit die neun Bürgermeister besuche, damit man einander kennenlerne, bekräftigten die VHS-Vertreter. Bedauerlich nannte Frankenberger, dass das Landratsamt die drei Volkshochschulen im Landkreis nach gleichen Maßstäben fördere, ohne die dichten Außenstellennetze der Volksbildungswerke Eschenbach und Vohenstrauß zu berücksichtigen. Jene Gemeinden, die von der VHS Entgelte für die Nutzung von Räumen erheben, bat Frankenberger um Entgegenkommen: "Wir erfüllen ja mit der Erwachsenenbildung einen Verfassungsauftrag."

Die Wichtigkeit der VHS für Trabitz und die Region hob Bürgermeisterin Carmen Pepiuk hervor: "Schon mein Vorgänger Dieter Klein hat regelmäßig an Ihren Kuratoriumssitzungen und Mitgliederversammlungen teilgenommen, und diese Tradition werde ich fortsetzen." Zum Abschluss wiesen Frankenberger und Denk auf den Kabarettabend "Hammer und Sichel" am Freitag, 14. November, ab 19.30 Uhr hin. Im Sonderpädagogischen Förderzentrum Eschenbach blickt der Leipziger Kabarettist Steffen Lutz Matkowitz auf Kabarettkultur und politischen Witz in der früheren DDR und den späteren "neuen Bundesländern" zurück. Der Eintritt kostet zehn Euro. Reservierungen sind unter Telefon 0 96 45 / 82 83 oder über info@vhs-eschenbach.de möglich.
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