Wertvollstes Kapital

Lokales
Trabitz
11.11.2014
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13 Glücksbringer stellten die Gemeinden der VG Pressath ins Zentrum. Die Loblieder auf die Feuerwehrleute zeigen: Die Verantwortlichen wissen, dass ein Ehrenabend im Grunde viel zu wenig Dank ist.

Sie gehen für Mitmenschen "durchs Feuer", ehrenamtlich und jederzeit: die Aktiven der Feuerwehren. "Unserer Zeit würde es an Wärme und Hoffnung fehlen ohne unsere bewährte Kultur des Helfens und ohne die Ehrenamtlichen, die das wertvollste Kapital unserer Gesellschaft sind", betonte Trabitz' Bürgermeisterin Carmen Pepiuk bei der Ehrung 13 langjähriger Aktiver.

Ebenso sah es Kreisbrandrat Richard Meier: "Sind Menschen verrückt, die sich bereitfinden, auch nachts oder an Heiligabend zum Einsatz für andere auszurücken?" Die einzig richtige Antwort gäben ihre Mitbürger, bei denen die Feuerwehrleute Vertrauen genössen wie wenig andere. Auch Bürgermeister wüssten, was sie an den Wehren hätten, und seien stets aufgeschlossen.

Landrat Andreas Meier ergänzte, dass die meisten Arbeitgeber Feuerwehrdienstleistende ganz selbstverständlich für Einsätze freistellen. Leider gebe es Ausnahmen: "Diese Arbeitgeber sollten bedenken, dass sie schon morgen in eine Lage geraten könnten, in der sie über die Hilfe der Wehren froh sein werden." Die Feuerwehrleute lobte das Kreisoberhaupt als "Allrounder, die sich immer komplexeren Aufgaben stellen und auf die sich die Gemeinde verlassen kann, nicht nur wenn es brennt".

Somit seien sie "Garanten, dass sich Bürger sicher fühlen und ruhig schlafen können, weil sie wissen, dass es Menschen gibt, die ihre persönlichen Interesse zurückstellen", bekräftigte Meier. Der Dank aller Festredner galt dem Nachwuchs als Zukunft, den Feuerwehrvereinen als "zweiten Standbein" neben den Kommunen, allen Leitungs- und Ausbildungsverantwortlichen und nicht den Familienangehörigen. Der häufige Verzicht auf Partner, Vater oder Mutter sei fraglos ein Opfer, das man aber nicht bereuen müsse, unterstrich Kreisbrandrat Meier. Der Dienst sei eine hervorragende Charakterschule, das bekämen auch die Angehörigen wohltuend zu spüren.

Er hoffe, bei derartigen Ehrenabenden bald mehr Frauen auszeichnen zu dürfen, sagte Landrat Meier: "In den letzten Jahren haben sich mehr und mehr Feuerwehren für Frauen geöffnet, und die guten Erfahrungen werden gewiss die letzten Widerstandsnester überzeugen."
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