Gemeinderat Trabitz
Kosten bleiben im Rahmen

Auch wenn der Zuschuss aus dem Städtebauförderprogramm nicht ganz so hoch wie erhofft ausfallen sollte, wird die "Memory"-Renovierung den gesetzten Kostenrahmen nicht sprengen. Bild: bjp
Politik
Trabitz
18.10.2016
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Die "Memory"-Sanierung wird den Finanzrahmen der gemeindlichen Haushaltsplanung nicht sprengen: Diese erfreuliche Nachricht brachte Bürgermeisterin Carmen Pepiuk zur Gemeinderatssitzung mit.

Daran werde sich auch dann nichts ändern, wenn die Maßnahme nur mit dem 60-Prozent-Regelsatz des Städtebauprogramms statt mit der erhofften höheren 80-Prozent-Quote gefördert werden sollte.

Weil Trabitz aufgrund seiner soliden Gemeindefinanzen nicht mehr zu den "Stabilisierungsgemeinden" zähle, sei ungewiss, ob die Regierung der Oberpfalz den günstigeren Sonderfördersatz gewähren werde. Jedoch könne die Kommune für das "Memory" mit Zuwendungen aus dem Denkmalschutzfonds der EU, der Bayerischen Landesstiftung und des Bezirks Oberpfalz rechnen. In Verbindung mit einer 60-Prozent-Städtebauförderung müsste sie von den 3,26 Millionen Euro, die für die Renovierung veranschlagt würden, 1,27 Millionen selbst tragen. "Die Etatplanung sah 1,35 Millionen Euro vor", merkte Pepiuk an.

Einen Silberstreifen sieht die Bürgermeisterin zudem: "Auch wenn wir nicht mehr zu den 'Stabilisierungsgemeinden' gehören, werden wir trotzdem vorsorglich eine 80-prozentige Städtebauförderung beantragen." Sollte diese bewilligt werden, sinke der Eigenanteil der Gemeinde um weitere 320 000 auf 950 000 Euro.

Ferner hatten die Gemeindeverantwortlichen über die umstrittene "Nord-Süd-Stromtrasse" zu beraten, die nach einem der vorläufigen Trassierungspläne des Netzbetreibers Tennet auch durch Trabitzer Gebiet führen könnte. "Die jetzt vorliegenden Trassenvorschläge hat das Unternehmen aufgrund der ihm bekannten örtlichen Gegebenheiten erstellt", wusste Pepiuk. Jedoch könnten die betroffenen Gemeinden noch bis 4. November auf unberücksichtigt gebliebene Hinderungsgründe hinweisen.

Die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Pressath und ihre Kommunen hätten bereits eine Liste von zwölf derartigen "Raumwiderständen" im VG-Bereich erarbeitet, die nach ihrer Einschätzung gegen eine Verlegung des Erdkabels durch dieses Gebiet sprechen. Hierzu, so Pepiuk, zählten beispielsweise die Wasserschutzareale bei Bärnwinkel und Barbaraberg. Einer der Trassenvorschläge verlaufe unmittelbar östlich des Ortes Trabitz, wodurch dessen Entwicklungsmöglichkeiten eingeschränkt würden.

Keine Einwände erhob der Gemeinderat gegen Johannes Rupprechts Bauantrag für einen Milchviehstall-Ersatzneubau in Weihersberg. "Wir wollen uns nicht sperren, wenn ein junger Landwirt investieren und seinen Hof erhalten will."
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