Gemeinderatssitzung in Trabitz
Nur Schlammersdorfer sind "braver"

Grünes Licht für grüne Schilder: Die Angabe einer Rettungstreffpunktnummer (hier ein Treffpunkt bei Grub) ermöglicht Rettungsdiensten, Unfallorte schneller zu finden. Auch in Pichlberg und Preißach werden derartige Hinweistafeln demnächst montiert. Bild: bjp
Politik
Trabitz
15.04.2016
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Trabitz schwimmt gegen den Trend: Während im gesamten Dienstbereich der Polizeiinspektion Eschenbach die Zahl der Straftaten im Vorjahr um 8,2 Prozent stieg, ging sie im Gemeindegebiet um mehr als die Hälfte zurück.

Diese Zahlen gab Bürgermeisterin Carmen Pepiuk in der Aprilsitzung des Gemeinderats zur Kenntnis. Neun Gesetzesbrüche erfassten die Ordnungshüter im letzten Jahr: elf weniger als 2014. Fälle von Gewaltkriminalität wurden für Trabitz überhaupt nicht registriert, und auch Rauschgiftdelikte spielten mit einem einzigen Fall keine bedeutende Rolle. Eine Anzeige betraf einen schweren Diebstahl, außerdem wechselte ein Fahrrad unrechtmäßig den Besitzer, dreimal ermittelte die Polizei wegen Sachbeschädigungen. Knapp die Hälfte der Gesetzesverstöße wurde aufgeklärt, im ganzen Inspektionsbereich waren es rund zwei Drittel.

Alles in allem lag Trabitz mit sieben Straftaten je 1000 Einwohner gleichauf mit dem Klosterdorf Speinshart - noch "braver" waren im Vierstädtedreieck-Raum nur die Schlammersdorfer. Hinzu kamen im Gemeindegebiet 42 Verkehrsunfälle, von denen 34 als "Kleinunfälle" gezählt wurden. Fünf Beteiligte wurden leicht, einer schwerverletzt.

Ferner stimmten die Gemeindeverantwortlichen der Anbringung zweier "Rettungstreffpunkt"-Hinweistafeln auf Gemeindegrund in Pichlberg (Treffpunktnummer NEW-2030) und Preißach (NEW-2033) zu. Die grünen Schildchen seien Teil einer Initiative "Rettungskette Forst" der bayerischen Forstverwaltung, erläuterte Pepiuk. Im Notfall könne bei der Anforderung eines Rettungsdienstes die auf den Schildern angegebene Rettungspunkt-Kennnummer genannt werden, um das schnelle Auffinden des Unglücksorts zu erleichtern.

"Die Geodaten der Treffpunkte sind bei der Integrierten Leitstelle hinterlegt, demnächst können sie auch per App abgerufen werden."

Beschlossen wurde außerdem die seit 2014 in der Haushaltsplanung vorgemerkte Neuanschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeugs mit Wassertank (TSF-W) für die Feuerwehr Burkhardsreuth. Das derzeitige vor 16 Jahren gebraucht erworbene Einsatzfahrzeug sei gut 30 Jahre alt, und trotz sorgfältiger Pflege nehme der Reparaturbedarf zu. Die Ersatzteilbeschaffung werde immer schwieriger, hielten Gemeinderat und Bürgermeisterin fest. Ein Förderprogramm des Freistaats erlaube den Kauf eines Neufahrzeugs, informierte Pepiuk: "Rund ein Viertel des voraussichtlichen Kaufpreises wird durch die Basisförderung abgedeckt. Hinzu kommen weitere zehn Prozent Zuschuss, wenn wir uns an einer 'Sammelbestellung' beteiligen."

Dazu genüge es, mit einer weiteren Feuerwehr zwei vollständig identische Einsatzfahrzeuge zu ordern. Eine solche Partnerwehr habe man in Irchenrieth gefunden. Mit dem Ausschreibungsverfahren beauftragte der Gemeinderat das Ingenieurbüro IGB im mittelfränkischen Heilsbronn. Das neue Fahrzeug, das auch mit dem Pkw-Führerschein der Klasse B gefahren werden könne, solle den Brandschützern in zwei Jahren zur Verfügung stehen.

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Weitere Informationen:

www.rettungskette-forst.bayern.de
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