Gemeinderatssitzung Trabitz

Ein gutes halbes Jahrhundert ist seit der Flurbereinigung vergangen, und das sieht man dem Pichlberger Weg an. Das infolge Wurzelwuchses unebene und rissige Wegstück am Wald will die Gemeinde im Laufe des Jahres mit einer neuen Asphaltschicht versehen. Bild: bjp
Politik
Trabitz
16.01.2016
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Das Fundament ist untergraben, die Oberfläche rissig und zerklüftet: Die Jahrzehnte seit der Flurbereinigung haben am Pichlberger Weg zwischen Burkhardsreuth und Hub Spuren hinterlassen. Nun will die Gemeinde das Übel an der Wurzel packen.

Nach eingehender Beratung beschloss der Trabitzer Gemeinderat einstimmig, heuer auf einem 350 Meter langen Wegteilstück am Wäldchen nördlich des Miegagrabens die durch den Straßenunterbau wuchernden Baumwurzeln zu kappen. Außerdem soll eine zehn Zentimeter dicke neue Tragdeckschicht aufgebracht werden.

Zur Diskussion standen für die Räte vier von Bürgermeisterin Carmen Pepiuk vorgestellte Ausbauoptionen. Schnell vom Tisch war die billigste "Lösung": bis auf Weiteres alles so zu belassen, wie es ist, und allenfalls die Geschwindigkeit zu beschränken. Doch rechtfertigte der mäßige landwirtschaftliche Verkehr auf dem öffentlichen Feld- und Waldweg auch keinen "Vollausbau" als kostenaufwendigste Variante. Dies entspreche auch dem Votum einer Anliegerversammlung im Dezember, ließ Pepiuk wissen.

Zur Entscheidung stand mithin die Alternative, das Wegstück entweder nach dem Vorbild eines im letzten Jahr sanierten Wegs zwischen Pichlberg und Feilersdorf in Schotterbauweise neu anzulegen oder lediglich den maroden Asphalt durch eine neue Tragdeckschicht auf dem vorhandenen Unterbau zu ersetzen. Beide Optionen sind nach Schätzung ungefähr kostengleich. Einen Rückbau zur "Schotterpiste" lehnten die Räte jedoch ab. Die von Gemeinderat Hans Hey (CSU) neu ins Gespräch gebrachte Kombination aus abschnittsweiser Erneuerung des Unterbaus und einer komplett neuen Asphaltdecke wäre weitaus aufwendiger und kostspieliger, daher entschieden die Gemeindeverantwortlichen, nur die abgenutzte Asphaltoberfläche durch eine neue zu ersetzen.

Um der größeren Tragfähigkeit und Haltbarkeit willen solle diese Deckschicht statt der üblichen sechs bis acht eine Dicke von zehn Zentimetern erhalten. Weil anders als bei der Schottervariante keine unterirdische Wurzelsperre zwischen Wald und Weg eingebaut wird, soll nach der Sanierung, die mit einer Kappung der vorhandenen Baumwurzeln verbunden wäre, regelmäßig geprüft werden, ob erneut Wurzelwerk in den Straßenkörper hineinzuwachsen beginnt. Dieses werde nötigenfalls erneut beschnitten. "Das Kappen der Wurzeln schadet den Bäumen nicht", stellte Bürgermeisterin Pepiuk klar.

Keine Einwände erhob der Gemeinderat gegen die Absicht von Rosa-Maria und Johann Baumann in Preißach, eine landwirtschaftliche Halle abzubrechen und durch einen Neubau zu ersetzen.
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