Gemeinderatssitzung Trabitz
Gemeinde feuert wilde Camper

Müll und offenes Feuer am Heindlweiher: Das stört nicht nur Bürgermeisterin und Gemeinderat. Deshalb soll der Grillplatz am Nordufer verschwinden. Badegäste und Angler sind aber auch weiterhin willkommen. Bild: bjp
Politik
Trabitz
01.08.2016
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Müll und offenes Feuer am Heindlweiher: Das stört nicht nur Bürgermeisterin und Gemeinderat. Deshalb soll der Grillplatz am Nordufer verschwinden. Badegäste und Angler sind aber auch weiterhin willkommen. Bild: bjp

Seit vielen Jahren ist der Heindlweiher als Badesee beliebt. Daran soll sich auch nichts ändern. Doch Lagerfeuerpartys und wildes Campen will die Gemeinde dort nicht länger dulden.

In der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause informierte Bürgermeisterin Carmen Pepiuk den Gemeinderat, dass sie Sitzplätze, Grill und Feuerstelle am Nordufer entfernen lassen wolle. Die Räte billigten dies.

Nicht nur die überhandnehmende Vermüllung des Grillplatzes ärgerte die Gemeindeverantwortlichen: Auch die Lagerfeuer gaben Anlass zu Besorgnis und Verdruss. "Nur wenige Meter entfernt befinden sich Ackerflächen, die bei trockenem Wetter durch Funkenflug in Brand geraten könnten", merkte Pepiuk an. Der vom Nordufer zur Troglauer Straße führende Zufahrtsweg soll in Absprache mit dessen Eigentümer für Unbefugte gesperrt werden.

Rührige Vereine


Beseitigt werden ferner die Spuren fragwürdiger Sportbegeisterung am Schmierhofer Bushäuschen. Wie Gemeinderat Konrad Dippel mitteilte, wollen Josef Göppl und seine Tochter Katharina das Bauwerk neu weißeln und mit gefälligen Malereien verzieren. Erfreulich fiel die Bilanz der Aktion "Verein macht Schule" an der Grund- und Mittelschule Speinshart aus, die Jugendbeauftragter Bernhard Dötsch zog. Aus Trabitz hätten der Trachtenverein "D 'Haidnaabtaler", die Katholische Landjugend, die Feuerwehr Burkhardsreuth und der Preißacher Schützenverein teilgenommen: "Die Vereine haben sich mit ihren Präsentationen viel Mühe gegeben und lebhaftes Interesse bei den Schülern gefunden."

Zufrieden vermerkte dritter Bürgermeister Albert Lober, dass in allen Ortsteilen die Hausnummernwegweiser angebracht worden sind. Nun sei es an den Hausbesitzern, ihre Anwesen gut sichtbar mit Hausnummernschildern zu kennzeichnen, soweit das noch nicht geschehen sei. Noch ab dieser Woche sollen laut Pepiuk die Bordsteinkanten vor den Grundstückszufahrten an der Nordseite der Straße "Am Heindlweiher" autofreundlich abgefräst werden. Ferner bat die Bürgermeisterin die Einwohner, sich unverzüglich an sie oder die Verwaltungsgemeinschaft zu wenden, falls der Grüngutcontainer an der Paul-Leistritz-Straße überquelle: "Wenn wir die Firma Bergler informieren, wird der Behälter umgehend außer der Reihe geleert."

Lob für Etatplanung


Gute Nachrichten gab es aus der Kreisstadt: Wie Pepiuk mitteilte, hat das Landratsamt Neustadt den Gemeindehaushalt 2016 genehmigt und dies mit einem Lob für die umsichtige Etatplanung verbunden. Formsache war die Stellungnahme zur geplanten Aufstellung eines Bebauungsplans für einen Solarpark bei Unterbruck durch die Nachbargemeinde Kastl: Der Gemeinderat beschränkte sich auf die Feststellung, dass Trabitzer Belange nicht berührt würden. Ohne Einwände nahmen die Räte auch den Bericht des örtlichen Rechnungsprüfungsausschusses für das Haushaltsjahr 2015 zur Kenntnis. In Einnahmen und Ausgaben schloss die Jahresrechnung für den Verwaltungshaushalt mit je 2 461 964,94 und für den Vermögenshaushalt mit je 1 045 655,14 Euro.

Die nächste Gemeinderatssitzung ist für Dienstag, 20. September, um 19.30 Uhr geplant.
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