Gemeinderatssitzung Trabitz
Gemeinsam unter einem Dach

Dem endgültigen Raumplan für die Meierhof-Sanierung stimmte der Gemeinderat zu und vergab die ersten Aufträge. Bild: bjp
Politik
Trabitz
20.03.2017
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Weitere Weichen für die Meierhof-Modernisierung stellte der Gemeinderat in seiner Märzsitzung. Nachdem die Regierung der Oberpfalz dem "vorzeitigen Maßnahmenbeginn" zugestimmt hat, bejahte das Gremium den vom Bayreuther Architekturbüro RSP (Klaus Stiefler) ausgearbeiteten endgültigen Bauplan, der mit dem im November bei der Gemeindeversammlung (wir berichteten) vorgestellten Urkonzept übereinstimmt.

Dies bedeutet: Das in Trabitz ansässige jugendpädagogische Unternehmen "LearningCampus" wird die frühere Gaststätte "Memory" als stationäre Jugendhilfeeinrichtung anmieten, jedoch ist keine Exklusivnutzung angestrebt. Auch nach der Sanierung soll das gemeindeeigene Gebäude für andere Zwecke wie Vereinsveranstaltungen oder Erwachsenenbildungskurse offenstehen. Das RSP-Konzept für eine überlappende Zweiteilung sieht vor, dass der bahnhofsseitige Westflügel der Gemeinde als Seminar- und Multifunktionsraum zur Verfügung stehen wird, die ihn ihrerseits für andere Nutzer öffnen kann.

Dem "LearningCampus"-Team bleiben die frühere Discothek im Ostflügel als Gemeinschafts- und Aktionsraum, die einstige Gaststube im Mittelbau als Jugendhilfebüro und das Obergeschoss vorbehalten, wo ein Gemeinschaftsraum und Appartements für betreute Jugendliche sowie eine Betreuerwohnung ihren Platz finden. Die an der Vorderseite des Mitteltrakts einzurichtenden Toiletten und die Küche im bisherigen Nebenraum der Gaststube stehen tagsüber den Büromitarbeitern des VEZ zur Verfügung, abends und am Wochenende können sie bei Veranstaltungen im Seminarraum genutzt werden.

Die auffallendste äußerliche Änderung wird im Abbruch des erst im 20. Jahrhundert angebauten WC-Trakts und in der Wiederherstellung rückseitiger Zugangstüren bestehen, um das Erscheinungsbild möglichst nahe an den ursprünglichen Zustand heranzuführen. Die baugeschichtliche Untersuchung hatte ergeben, dass sich die Eingänge früher an der Gebäuderückseite befanden. Ferner vergab der Gemeinderat die Aufträge für die Installations- und Brandschutzkonzept-Fachplanung sowie für die denkmalschutzrechtliche Baubegleitung.
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