Sechs Parzellen in Preißach
Neue Bauplätze am „Bühl“

Noch "bewohnt" wilder Klee das Preißacher Flurstück, das sich ab kommendem Jahr in das Baugebiet "Am Bühl" mit sechs Parzellen verwandeln soll. Bild: bjp
Politik
Trabitz
26.09.2016
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entspricht den Klischees über "sterbende Landgemeinden" nicht: In dem Ort sind nämlich Bauplätze sehr gefragt. Deshalb freuen sich Bürgermeisterin Carmen Pepiuk und der Gemeinderat besonders darüber, in Preißach ein neues Baugebiet mit sechs Parzellen ausweisen zu können.

In der Septembersitzung bejahten die Gemeindevertreter einen Bebauungsplanentwurf, beschlossen die nötigen Flächennutzungsplan-Änderungen und gaben grünes Licht für die "frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit". Letzteres bedeutet, dass Bürger das vom Grafenwöhrer Ingenieurbüro Schultes erstellte "Urkonzept" für die kleine Siedlung "Am Bühl" ab 4. Oktober einen Monat lang bei der Verwaltungsgemeinschaft Pressath einsehen und kommentieren können.

Außerdem werden Behörden und Verbände um ihre Stellungnahme gebeten. Fest steht, dass die Gemeinde den Bauwilligen weitgehende Freiheit bei der Gestaltung ihrer Eigenheime einräumen will. Bis zu drei Vollgeschosse und alle gängigen Dachformen werden erlaubt, und jeder Bauherr kann frei entscheiden, ob sein Haus mit der Giebel- oder der Traufseite zur Siedlungsstraße weisen soll.

Nicht starr vorgegeben wird auch die Platzierung von Garagen oder Carports. In jedem Fall sind aber mindestens drei Fahrzeugstellplätze sowie weitere zwei Stellplätze je zusätzlicher Wohneinheit vorzusehen. "Der Garagenvorplatz wird allerdings als Stellplatz anerkannt", präzisierte Ingenieur Michael Wagner, der den Planentwurf vorstellte. Bürgermeisterin Pepiuk rechnet damit, dass für die zwischen 719 und 1034 Quadratmeter großen Parzellen im Frühjahr 2017 Baubeginn der Erschließung sein wird. Für den Nordrand der Siedlung ist ein fünf Meter breiter "Eingrünungsstreifen" vorgesehen, dessen Pflanzenbewuchs die nördlichen Grundstücke von der benachbarten offenen Feldlandschaft abgrenzen wird.

Dieser Grünstreifen sei Bestandteil dieser Grundstücke, die deshalb etwas größer ausfielen als die Bauflächen südlich der sechs Meter breiten Verkehrsfläche, erläuterte Michael Wagner. Die Verkehrsfläche teile sich in eine 4,75 Meter breite Fahrbahn mit Entwässerungseinrichtung und jeweils etwa 60 Zentimeter breiten gepflasterten und begrünten Seitenstreifen. Künstliche Einfriedungen wie Zäune oder Mauern dürften bis zu 1,10 Meter, Hecken bis zu zwei Meter hoch sein. Um eine Überlastung von Kanalisation und Kläranlage durch Niederschlagswasser zu verhindern, müsse jedes Anwesen mit einer Regenwasser-Rückhaltevorrichtung ausgestattet werden, die das Wasser sammle, um es nach und nach in das Kanalnetz abzugeben.
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