Spatenstich zum Breitbandausbau
Licht am Ende des Kabels

Schnelle Strippe statt langer Leitung: Ab Ende Oktober sollen die VDSL-Breitbandtarife in Pressath und Trabitz buchbar sein. Von links beim "ersten Spatenstich" in Trabitz: VG-Breitbandbeauftragter Bruno Münster, VG-Vorsitzender Werner Walberer, Christoph Bernik (Telekom), Günther Schönberger und Florian Bauer (Baufirma Walter Bauer), Jens Holland-Nell, Gerhard Frey und Danny Hoffmann (alle Telekom/Projektleitung). Bild: bjp
Politik
Trabitz
12.07.2016
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"Wann geht es endlich mit dem schnellen Internet los?" Oft bekamen die Bürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte von Pressath und Trabitz diese Frage in den letzten Wochen zu hören. Jetzt soll es bald losgehen.

/Pressath. "Es gibt Licht am Ende des Kabels", versprach Christoph Bernik von der Abteilung "Infrastrukturvertrieb Süd" der Telekom beim "ersten Spatenstich" in Trabitz: "Bis Ende Oktober wollen wir die Buchbarkeit der neuen Tarife herstellen."

Alles gleichzeitig


Augenzwinkernd ergänzte der für Planung, Projektierung und Baubegleitung verantwortliche Teamleiter Jens Holland-Nell: "Das Weihnachtsgeschäft möchten wir ja gern mitnehmen." Wenn es nach der Telekom gegangen wäre, so wären die Bauarbeiten schon weiter gediehen, bedauerte Bernik: "Leider ist eine Baufirma überraschend abgesprungen, und wir mussten uns um Ersatz kümmern."

Nun aber seien alle Beteiligten "hochmotiviert", um die Neuverlegung von 24 Kilometern Glasfaserkabel und die Installation von 18 Multifunktionsgehäusen (Verteilerkästen) in den beiden Gemeindegebieten zügig abzuschließen. Dies schaffe eine Infrastruktur, die so leistungsstark sei, dass telefonieren, surfen im Internet und fernsehen gleichzeitig möglich seien.

Überdies, so Jens Holland-Nell, sei das vorerst auf eine Datenrate von 50 Megabit pro Sekunde ausgelegte neue VDSL-Netz derart konzipiert, dass künftige Änderungen der Leistungsstandards ohne großen Aufwand umgesetzt werden könnten: "In der Regel wird ein schlichter Netzwerkkartenwechsel in den Schaltstellen genügen, damit noch mehr Kapazität verfügbar ist." Gegenüber der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Pressath und den beiden Kommunen ließen es die Telekom-Vertreter nicht an Lob fehlen: "Eine so zügige und verlässliche Zusammenarbeit wie mit Ihnen haben wir noch in wenigen Gemeinden erlebt", resümierte Holland-Nell.

Der VG-Vorsitzende und Pressather Bürgermeister Werner Walberer dankte für dieses Kompliment: "Schnelles Internet ist ein unverzichtbares Stück Lebensqualität, und im Interesse unserer Bürger und Unternehmen haben wir unser Möglichstes getan, um Planung und Bau voranzubringen." Wenn dies gelungen sei, so hätten sich hierum insbesondere VG-Verwaltungsleiter und Breitbandbeauftragter Bruno Münster sowie das Bauamt unter Federführung von Reinhold Sternkopf verdient gemacht. Der für beide Ausbauvorhaben geltende "erste Spatenstich" versinnbildliche auch die übergemeindliche Zusammenarbeit von Pressath und Trabitz beim Netzausbau.

Infos im Oktober


Nicht unerwähnt ließen alle Beteiligten die umfassende finanzielle Förderung der landesweiten Breitbanderschließung aus dem bayerischen Breitbandprogramm, das bundesweit einzigartig sei. Voraussichtlich Ende Oktober sollen sich die Pressather und Trabitzer Bürger bei Informationsveranstaltungen eingehend über die neuen VDSL-Angebote orientieren können.

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Weitere Informationen:

www.telekom.de/breitbandausbau-deutschland

24 Millionen Haushalte bis JahresendeDie Breitbandtechnologie VDSL (Very High Digital Subscriber Line) nutzt für die Datenübertragung eine Kombination aus Glasfaser- und Kupferleitungen. Die Glasfaser transportiert das Datensignal bis zum Multifunktionsgehäuse (MFG), einer Art Mini-Vermittlungsstelle, die als grauer Kasten am Straßenrand in Erscheinung tritt.

Von dort wird das Signal per Kupferkabel zum Hausanschluss übertragen. Gegenüber dem älteren DSL-Standard steigt die Netzleistung bei VDSL von 16 auf zurzeit 50 Megabit pro Sekunde.

Die Deutsche Telekom baut seit 2006 VDSL aus. Derzeit können bundesweit rund zwölf Millionen Haushalte dieses Hochgeschwindigkeitsnetz nutzen, bis Ende 2016 werden es doppelt so viele sein. Bayernweit installiert der "Magenta-Riese" heuer 3500 neue MFG, davon rund 1000 in der Oberpfalz. Wer sich als Nutzer eines Analog- oder ISDN-Anschlusses neu ans Breitbandnetz anschließen lassen will, kann sich unter 0800/3 303 000 über Verfügbarkeit, Geschwindigkeit und Tarife informieren und vorab registrieren lassen.

Inhaber eines Anschlusses nach älterem DSL-Standard können sich wegen einer Umstellung auf VDSL ans Kundencenter (0800/3 301 000) wenden. (bjp)
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