Bayern- und club-Fans sorgen für Ärger
Schmierer bei Schmierhof

Auch wenn das Buswartehäuschen (links) bei Schmierhof steht, haben "wie geschmiert" drauflosgesprayte Auswüchse fragwürdiger "Fan-Kultur" dort ebenso wenig verloren wie auf dem Kurvenwarnschild und der Fahrbahn bei Grub (rechts). Bilder: bjp (2)
Vermischtes
Trabitz
20.06.2016
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Rot-weiß oder rot-weiß? Die Rivalität zwischen FC Bayern und 1. FC Nürnberg ist so alt wie die beiden Traditionsvereine. Meist beschränkt sie sich auf augenzwinkernde Wortgefechte der Fans. Doch gibt es selbst ernannte Sturmspitzen beider Lager, die meinen, sie müssten die Plänkelei buchstäblich auf die Straße tragen: als unfaires "Schmierakel-Duell" sprichwörtlicher Narrenhände, das in der Gemeinde Trabitz hässliche Spuren hinterlässt.

Dank der Arbeit von Möchtegern-Freiluftkünstlern hat man am Buswartehäuschen bei Schmierhof die Wahl: "Anti FCB" oder "Anti FCN". Auch auf der Straße von Feilersdorf nach Grub haben die "Sportfans" ihren Weltanschauungskrieg ausgefochten. Dort musste eine Kurvenwarntafel herhalten, und als Zugabe "zierte" ein gewisser "MRP" den Asphalt mit einem unfreundlichen Gruß an die "Clubberer". "Freuen" kann sich der Steuerzahler, der die Kosten für die Reinigung zahlen darf.

Reinhold Sternkopf vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Pressath und Bürgermeisterin Carmen Pepiuk wollen sich rechtliche Schritte vorbehalten: Immerhin gälten solche Schmierereien als Straftaten, und mit der Unkenntlichmachung eines Verkehrsschilds könne sogar eine "gemeinschädliche Sachbeschädigung" vorliegen. Mal ehrlich, liebe "Sportfreunde": Das Geld, das bei einer Verurteilung gelöhnt werden müsste, kann man doch besser anlegen - in Eintrittskarten für nächste Derby etwa.
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