Burkhardsreuths Landjugend und die Faschingszüge
Narren am Zug

Die KLJB wirbt beim Faschingszug für ihren Tanzrausch. Alkohol ist aber tabu. Bild: sib
Vermischtes
Trabitz
03.02.2016
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Zessau. Die Luftballons müssen sie noch aufblasen und die Girlanden anbringen, sonst ist das meiste erledigt. Zum Werfen haben Michael Laugensteiner und Fabian Dötsch mit ihrem Team von der Landjugend Bonbons und Lutscher besorgt, die Musikanlage ist angeschlossen. Dazu noch die kostümierte Besatzung, dann kann es losgehen: Die Narren der Katholischen Landjugendbewegung Burkhardsreuth und ihr Wagen sind bereit, die Faschingsumzüge der Region zu entern.

Die Idee, an Umzügen teilzunehmen, kam Laugensteiner und Dötsch vor zwei Jahren. Damals waren sie beim Faschingsumzug in Eschenbach, als Zuschauer. "Wir sind Faschingsnarren und waren immer schon begeistert von den Wagen. Aus einer Schnapsidee beschlossen wir, mit der Landjugend beim nächsten Umzug mit einem Wagen dabei zu sein", erzählt Laugensteiner.

Die beiden liehen sich von der Zessauer-Weihersberger Jugend den Wagen und organisierten einen Fahrer. Das größte Problem war beinahe das Motto. "Es war schwer, etwas zu finden, womit alle einverstanden waren." Am Ende einigten sie sich darauf, die Aufmerksamkeit für den Verein zu nutzen. 2015 veranstaltete die Landjugend ein Fest zum 70. Jubiläum. Dafür warben sie dann bei den Zügen in Pressath, Kirchenthumbach und Hammerles. Dabei hatten die Jugendlichen so viel Spaß, das "Umzugsfieber" hatte sie gepackt. Deshalb sind sie auch in diesem Jahr dabei. Rund 30 Narren der Landjugend ziehen am 6. Februar durch Eschenbach und am 9. Februar durch Hammerles. Und weil ihr Jubiläumsfest -wohl auch dank der Werbung bei den Umzügen - ein Riesenerfolg war, wollen sie am 6. Mai wieder ein Fest steigen lassen. Ihr Faschingswagen ist diesmal unter dem Motto der Party gestaltet: Tanzrausch. Natürlich darf die passende Kostümierung nicht fehlen: Heuer steppen sie als Tanzbären durch die Menge.

Vor den Zügen werden Wagen und Traktor noch einmal überprüft. "Da wir zum zweiten Mal dabei sind, haben wir etwas Erfahrung gesammelt", sagt Teilnehmer Michael Wolf. Er weiß, worauf es ankommt: Zum Beispiel dürfen auf dem Anhänger nicht zu viele feiern, es darf kein Alkohol ausgegeben werden und eine Fußgruppe um den Wagen muss die Sicherheit gewähren, damit die Zuschauer nicht unter die Räder kommen. Aus den Pannen letztes Jahr haben die jungen Jecken ebenfalls gelernt. "Kurz vor dem ersten Zug funktionierten unsere Boxen nicht. Eine ganze Weile tüftelten wir daran, bis uns auffiel, dass einfach nur der Stecker nicht drin war." Auch abseits der Umzüge ist die Gruppe im Fasching aktiv. Sehr schade finden es alle, dass der Fasching heuer so kurz ausfällt. Aber davon lässt sich niemand die Stimmung verderben: "Wir sind Feuer und Flamme für die fünfte Jahreszeit", sagt Tobias Wolf. "Es macht einfach Spaß: Die Stimmung, die Leute, die Musik, die Ausgelassenheit. Alle machen mit und sind gut drauf."
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