„Faurecianer“ feiern erfolgreiche Jahre und schwere Monate
Jubiläum und Abschied

Die Mitarbeiter der Firma Faurecia wollten trotz der schlechten Stimmung in den vergangenen Monaten ihr Jubiläum feiern. Bild: bjp
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Trabitz
30.10.2016
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Bedrücktheit, Wut, Zukunftsangst: Solche Gefühle haben die Trabitzer Faurecia-Mitarbeiter in den letzten Monaten gründlich ausgekostet. Doch beim "Jubiläums- und Abschiedsfest" von Betriebsrat und IG Metall am Samstag in der "Lumpererhalle" waren die über 220 Gäste entschlossen, diesen Abend in entspannter Stimmung bei guten Gesprächen, schmackhaftem Essen, Evergreens von Karl Bäuml und scharfzüngigen Liedern von Sepp Raith zu verbringen.

Nicht die Erbitterung über das Ende ihrer Arbeitsstätte sollte im Vordergrund stehen, sondern die Erinnerung an ein 75-jähriges Aufbauwerk der "Leistritzianer" und "Faurecianer", an Freundschaften, Zusammenhalt und Solidarität und an das, was zuletzt erkämpft wurde, um die Folgen der Werksschließung für die Belegschaft abzufedern. So wollte auch Udo Fechner diesen Festabend verstanden wissen: Der zweite Bevollmächtigte des IG-Metall-Bezirks Amberg erinnerte daran, dass auch die Trabitzer Beschäftigten den Faurecia-Weltkonzern durch gute Arbeit stark gemacht haben.

Umso bitterer sei, dass die Firma über 40 Millionen Euro lieber in die Abwicklung dieses Standorts als in dessen tragfähige Modernisierung investiert und nicht einmal etwas Geld für eine Jubiläumsfeier übrig gehabt habe. Grüße und Wünsche für die Kollegen entboten auch der Trabitzer Betriebsratssprecher Karl Boemmel, Konzernbetriebsratsvorsitzender Francesco de Salvo und der Leiter des Trabitzer IG-Metall-Vertrauenskörpers Markus Stich. (Ausführlicher Bericht folgt)
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