Flurbegehung
Bodenständig in Pichlberg

Viele Experten und Landwirte begutachten bei der Feldbegehung die gewachsene Zwischenfruchtmischung, die Schlammlawinen verhindern soll.
Vermischtes
Trabitz
02.11.2016
131
0

Am Montag war es soweit. Trabitz' Bürgermeisterin Carmen Pepiuk, Weidens Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) und der Erzeugerring luden zu einer Flurbegehung auf ein Versuchsfeld am Ortsrand von Pichlberg ein.

Pichlberg. Reges Interesse: Viele Landwirte und auch Interessierte fanden sich zur Flurbegehung "Boden:ständig in Pichlberg" ein. Seit Jahren schon kämpft der Ort nach Starkregen gegen Schlammlawinen an.

Test mit Simulator


Das Programm des Amts für Ländliche Entwicklung startete bereits im Mai. Auch viele Gespräche und Begehungen fanden schon statt. Mit Wirkung: Erste kleine Erfolge sind bereits zu sehen. Auf einem Versuchsfeld unterhalb des Kreuzes wurden verschiedene Zwischenfruchtmischungen gesät. Um die Auswirkungen genau zu beurteilen, wurde ein Regenwassersimulator aufgebaut und mit verschiedenen Bodenausschnitten bestückt. Die Testflächen wurden mit je fünf Liter Wasser beregnet. Georg Guggenberger vom Amt für Ländliche Entwicklung und Projektkoordinator erklärte, was bei Starkregen mit dem Boden auf den Feldern passiert. Anhand des Beispiels wurde schnell ersichtlich, dass eine Zwischenfrucht im Herbst den Boden schützt, das Leben darin erhält und vor allem das Wasser speichert. Etwa vier Liter verblieben nach der Beregnung im Boden.

Beim richtigen Einsetzen der verschiedenen Mischungen könnte das Wasser schon weit vor Pichlberg auf der Mirga aufgesogen und zurück gehalten werden. Saatexperten wie Baywa, KSW, Schloderer und der Erzeugerring nahmen die Teilflächen genau ins Visier. Sie befanden, dass die Bepflanzung nicht nur sinnvoll, sondern auch schön anzusehen sei.

Auf Boden achten


Carmen Pepiuk bedankte sich beim AELF mit Roland Schleicher und Martin Schreyer, und Axel Lämmermann vom Erzeugerring sowie allen Projektführern für die ausführliche und auch interessante Begehung. Georg Guggenberger bedankte sich für die rege Teilnahme und legte den Landwirten nahe, sich ihre Böden auch von unten anzusehen. "Von 2,5 Meter Höhe auf dem Traktor seht ihr nicht was unten los ist. Steigt ab, nehmt einen Spaten, stecht ein Stück Erde aus und begutachtet sie". Erst dann solle die Entscheidung getroffen werden, was auf dem Acker zu tun ist. "Nur weil der Nachbar pflügt, heißt das nicht, dass euer Acker schon soweit ist."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.