Hauptversammlung beim Bayerischen Soldatenbund
Erinnern, pflegen, mahnen

Herzlich willkommen hieß die Trabitzer Bürgermeisterin Carmen Pepiuk die Abordnungen aus 13 Soldatenvereinen des Altkreises Eschenbach. Rechts im Bild: Soldatenbunds-Kreisvorsitzender Richard Hofmann. Bild: bjp
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Trabitz
30.09.2016
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Herzlich willkommen hieß die Trabitzer Bürgermeisterin Carmen Pepiuk die Abordnungen aus 13 Soldatenvereinen des Altkreises Eschenbach. Rechts im Bild: Soldatenbunds-Kreisvorsitzender Richard Hofmann. Bild: bjp

Erinnerung hochhalten - darin sieht der Kreisverband Eschenbach des Bayerischen Soldatenbunds weiter seine Hauptaufgabe - auch wenn es zunehmend schwerer wird, ihr nachzukommen.

Burkhardsreuth. "Wir begrüßen die Arbeit unserer Burkhardsreuther Kameradschaft und des ganzen Soldatenbunds, in deren Mittelpunkt drei Aufgaben stehen: die Erinnerung an die Kriegsopfer, die Pflege der Kameradschaft und die Mahnung für Frieden und Versöhnung zwischen den Völkern." Dass die Abordnungen aus 13 Soldatenkameradschaften des Kreisverbands Eschenbach gerngesehene Gäste in ihrer Gemeinde seien, bekräftigte die Trabitzer Bürgermeisterin Carmen Pepiuk bei der Kreisversammlung des Bayerischen Soldatenbunds (BSB) im Gasthof Lober.

Die Gemeinde wisse zu schätzen, dass sich die Soldatenvereine dem Vergessen geschichtlicher Erfahrungen entgegenstellten und dabei insbesondere die Jugend zu sensibilisieren versuchten. Der Burkhardsreuther Kameradschaft dankte Pepiuk für die Mitgestaltung des gesellschaftlichen Lebens in der Gemeinde: "Gesellschaftspolitische Verantwortung und Hilfsbereitschaft stehen für euch immer im Vordergrund." Willkommen hieß auch stellvertretender Ortsvorsitzender Josef Hader die Kameraden aus den Gemeinden rund um Eschenbach und lobte die würdige Gestaltung des Totengedenkens: "Die Totenehrung zählt zu den vornehmsten Aufgaben eines der Traditionspflege verpflichteten Verbands.

Schmerzliche Lücke


In diesem Zusammenhang erinnerte Hader an den im März verstorbenen Ortsvorsitzenden Josef Baumann: "Die schmerzliche Lücke, die er hinterließ, ist noch immer spürbar." Diesen Worten schloss sich Kreisvorsitzender Richard Hofmann an, der erinnerte, wie sehr Baumann die Renovierung des Burkhardsreuther Gefallenenehrenmals, die Kriegsgräbersammlungen und die Förderung des Schießsports am Herzen gelegen hätten. Dieses Werk führe Josef Hader würdig fort. Anerkennend äußerte sich Hofmann über das von den Ortsvorständen und aktiven Kameraden bewältigte Arbeitspensum: "Die Jahrespläne mancher Vereine sind mit zehn, 20 oder sogar 25 Terminen gefüllt. Das verlangt viel Arbeit, die ohne verlässlichen Zusammenhalt nicht zu schaffen wäre."

Listen melden


Im Mittelpunkt der Bezirksversammlungen in Roth und Sorghof hätte das BSB-Sozialwerk gestanden, das bedürftigen Mitgliedern Beihilfen gewähre. Ein weiterer Punkt waren die vom Verband angebotenen Versicherungen. Den Kameradschaften legte Hofmann ans Herz, dem Kreisvorstand jährlich die Mitgliederlisten zu übermitteln, denn nur dies gewährleiste allen den Schutz aus der Vereinshaftpflichtversicherung. Bis Dezember müssten die im kommenden Jahr eingesetzten Böllerschützen gemeldet werden. Für die interne Mitgliederverwaltung könnten die Vereine ein BSB-Internetportal nutzen.

Ferner erwähnte Hofmann das Bezirksschießen in Kastl und eine 200-Euro-Spende der Sparkasse. Kurz und bündig fiel der Bericht von Kreisschießwart Norbert Ecke über das reibungslos verlaufene Kreisvergleichsschießen in Gunzendorf aus. Kreisreservistenbetreuer Josef Horvath bedauerte das geringe Interesse "Berlins" an den Reservisten: "Wenn überhaupt, kümmert man sich dort nur noch um Reservisten, die für Auslandseinsätze zur Verfügung stehen. Aber nur wenige Reservisten können sich neben ihrer Berufstätigkeit für Einsätze bereithalten." Allen Kameraden, die in einer Zeit rückläufiger Reservisten- und Mitgliederzahlen "die Tradition hochhalten", galt Horvaths Dank.

Munster im Visier"Nicht zustandegekommen" sei der geplante Ausflug des Kreisverbands Eschenbach nach Berlin, bedauerte Soldatenbunds-Kreisvorsitzender Richard Hofmann bei der Kreisversammlung in Burkhardsreuth. Für 2017 wolle man gleichwohl wieder eine Studienfahrt planen. Als mögliche Ziele schlugen Versammlungsteilnehmer die "Informationslehrübung" im niedersächsischen Munster-Lager sowie Norditalien mit seinen Gedenkorten für opferreiche Schlachten des Ersten Weltkriegs vor.

Auf die 95-Jahr-Feier der Krieger- und Soldatenkameradschaft Vorbach am Sonntag, 23. Oktober, wies Vorsitzender Martin Reiß, hin. Das Jubiläum beginnt um 9 Uhr mit Kirchenzug und Gottesdienst. Danach trifft man sich zum Frühschoppen im Gemeindezentrum, ab 12 Uhr ist Mittagessen und ab 14 Uhr Kaffeetrinken mit Ehrungen. (bjp)
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