Hauptversammlung der Feuerwehr Burkhardsreuth
„Grundausbildung“ bald Pflicht

Erwin Hey (hinten rechts) übergibt: Zum neuen Kommandanten wählten die Aktiven Stefan Groß (dritte Reihe, Zweiter von rechts), sein Adjutant ist Andreas Pöllmann (zweite Reihe rechts). Bürgermeisterin Carmen Pepiuk (dritte Reihe links, hinter Vorsitzendem Robert Schwemmer) und Kreisbrandrat Richard Meier (zweite Reihe links) wünschten dem neuen Leitungskreis Glück. Bild: bjp
Vermischtes
Trabitz
21.01.2016
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Von elf Einsätzen blieb den Aktiven der Burkhardsreuther Feuerwehr einer besonders in Erinnerung. Die Hauptversammlung zeigte, dass aktive wie passive Mitglieder aber viel häufiger gefordert waren.

Burkhardsreuth. 127 Stunden Einsatzzeit. 236 Arbeitsstunden für die Instandhaltung von Feuerwehrhäusern und Technik in Burkhardsreuth und Pichlberg. Dazu acht Praxisübungen, vier Unterrichtsabende und die gemeinsame Brandschutzwochen-Schauübung der drei Trabitzer Wehren: Auch im letzten Jahr opferten die Ehrenamtlichen der größten Feuerwehr in der Gemeinde Trabitz viel Zeit für den Dienst am Nächsten.

Elf Einsätze


Von elf Einsätzen der Feuerwehr Burkhardsreuth berichtete Kommandant Erwin Hey bei der Hauptversammlung im Gasthof Lober. In Erinnerung blieben vor allem die Feuersbrunst auf einem Bauernhof in Münchsreuth am 31. März, die 19 Burkhardsreuther niederringen halfen, und ein Küchenbrand am 28. Mai in Feilershammer. "In Münchsreuth haben einige von uns acht Stunden lang Dienst getan", erinnerte sich Hey. Weitere "Ortstermine" galten der Entfernung von Öl- und Fettspuren auf Straßen, der Beseitigung umgestürzter Bäume von Fahrbahnen sowie der Absicherung von Veranstaltungen.

Nicht unerwähnt ließ Erwin Hey diverse Fortbildungen wie den gut besuchten Erste-Hilfe-Kurs, die von 13 Aktiven erfolgreich abgelegte Leistungsprüfung, die Digitalfunkschulung und die als "Grundausbildung der Feuerwehrleute" konzipierte neuartige "modulare Truppmannausbildung". Diese sei noch freiwillig, doch: "Ohne diese Schulung werden die Übernahme in die aktive Truppe und der Erwerb von Zusatzqualifikationen wie Atemschutz, Gruppenführer oder Maschinist bald nicht mehr möglich sein." Nachdrücklich legte der Kommandant allen Aktiven ans Herz, Unterricht und Übungen regelmäßig zu besuchen, "damit wir auch in Zukunft mit gut ausgebildeten Kräften helfen können". Sein besonderes Lob galt den 15 Jugendfeuerwehrangehörigen, von denen durchschnittlich zwei Drittel an den Schulungen teilnahmen.

Von zwei Einsatzübungen im Gemeindegebiet und vier weiteren auf der Übungsstrecke Neustadt/WN berichtete Atemschutzgerätewart Herbert Hey. Vier Atemschutzgeräteträger hätten zudem beim Münchsreuther Großbrand Dienst getan. Über "fast volles Haus" beim Rosenmontagsball im Preißacher Schützenheim und über 43 Emmausgang-Wanderer am Ostermontag freute sich Vorsitzender Robert Schwemmer. Ein Erfolg sei auch das Hallenfest im Juni gewesen, am Kameradschaftsabend im November hätten 110 Mitglieder, Angehörige und Gönner teilgenommen.

Der verstorbenen Kameraden Karl Ripper und Jakob Nickl wurde mit einer Schweigeminute gedacht. Jedoch, so Schwemmer, habe man mit Bürgermeisterin Carmen Pepiuk, Juliane Hey, Lea Ackermann, David Steinkohl und Simon Dötsch auch fünf Neueintritte verzeichnet, so dass die Mitgliederzahl um drei auf 175 gestiegen sei.

48 Aktive


Die Stärke der aktiven Wehr bezifferte Kommandant Erwin Hey auf 48, wobei er den in die Erwachsenenwehr aufgenommenen Simon Deubzer willkommen hieß, aber auch das Ausscheiden von neun Mitgliedern aus gesundheitlichen oder zeitlichen Gründen bedauerte. Für Spezialaufgaben sei die Feuerwehr Burkhardsreuth dennoch personell gut gerüstet: Zurzeit verfüge der Löschzug über 16 Atemschutzgeräteträger, zwölf Maschinisten, elf ausgebildete Sprechfunker, elf Gruppenführer und drei Brandschutzerzieher.

"Wir wissen uns gut aufgehoben und sind dankbar, dass wir euch haben", fasste Bürgermeisterin Carmen Pepiuk die Berichte der Leitungskräfte zusammen und wünschte sich, dass "alle Bürger zu schätzen wissen, was ihr leistet und durchsteht".

"Zukunft der Wehr gesichert"Über die mit fast 70 Mitgliedern sehr gut besuchte Hauptversammlung der Feuerwehr Burkhardsreuth freute sich Kreisbrandrat Richard Meier: "Dies und der Umstand, dass ein Großteil eures Nachwuchses auch als Erwachsene im aktiven Dienst bleibt, beweist die gute Kameradschaft bei euch." Positiv wertete Meier auch, dass zwei Frauen und sechs Mädchen ihren "Mann" stehen. Die Öffnung der Wehren für beide Geschlechter habe sich bewährt.

Der besondere Dank des Kreisbrandrats galt Erwin Hey, der nach zwölf Jahren als Kommandant nicht mehr für dieses Amt kandidierte. "Es war schön, diese Wehr zu führen", resümierte Hey in seiner kurzen Abschiedsrede. Zum neuen Leiter der aktiven Wehr wählte die Versammlung den bisherigen Adjutanten Stefan Groß, dem künftig Andreas Pöllmann zur Seite steht.

Bestätigt wurde Vorsitzender Robert Schwemmer, zu dessen Stellvertreter die Mitglieder Sebastian Bayer kürten, der Josef Hader ablöst. Herbert Hey tritt als Kassier die Nachfolge von Christian Bock an, Schriftführerin Veronika Schecklmann stellt sich für eine weitere sechsjährige Amtszeit zur Verfügung.

Wiedergewählt wurden außerdem die Kassenprüfer Robert Hörl und Josef Uschold sowie die Vertrauenspersonen der Aktiven Matthias Hey, Stefan Käß und Werner Rupprecht, in deren Kreis zudem Sebastian Reiß als Nachfolger von Monika Groß berufen wurde. "Die Zukunft unserer Feuerwehr ist gesichert", kommentierte Robert Schwemmer die Neuberufung junger Kräfte in die Führungsriege. (bjp)
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