Helferkreis Asyl in Trabitz
Helfer willkommen

Die Liste der Arbeiten ist lang, deshalb freut sich der Helferkreis in Trabitz über weitere Unterstützer, bei der Betreuung der Flüchtlinge im Ort. Bild: idu
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Trabitz
01.03.2016
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Wie man auch zur Flüchtlingsproblematik steht, solange Menschen aus fremden Ländern in Deutschland sind, sollen sie ein menschenwürdiges Leben haben. Das finden auch acht Trabitzer und haben einen Helferkreis gegründet, der sich um die sieben Flüchtlinge in der Gemeinde kümmern soll.

Ehrenamtlich für Toleranz und Menschenfreundlichkeit: Acht Trabitzer haben am Montagabend im Gemeindehaus einen Helferkreis für Flüchtlinge gegründet. Bürgermeisterin Carmen Pepiuk und Gemeinderätin Eva Mayrhofer-Dötsch freuten sich über den Zuspruch. Pepiuk erwähnt in ihrer Ansprache, dass jeder Mensch, egal aus welchem Land er kommt, ein Leben in Frieden verdient.

Für die Zeit in Trabitz sollen auch die sieben Flüchtlinge zwischen 18 und 24 Jahre eine friedliche und angenehme Zeit erleben. "Sie wollen lernen und sie wollen es schnell", sagt Pepiuk. Allerdings seien Deutschkurse im ländlichen Raum oft ausgebucht. Geld ist knapp und eine Fahrkarte oft teuer. Der Helferkreis würde sich wünschen, dass sich mehr Bürger engagieren und die eine oder andere Fahrt als eingetragener Ehrenamtlicher übernehmen. Die Versicherung wäre dann über die Gemeinde gewährleistet.

Der Deutschunterricht für die Asylbewerber ist bereits gesichert, es haben sich Lehrer gefunden, die das einmal die Woche übernehmen. Auch für Behördengänge und den Papierkram brauchen die jungen Flüchtlinge Hilfe. Einige sprechen Englisch, bislang aber keiner Deutsch.

Die Gemeinde mache sich derzeit Gedanken über Beschäftigungsmöglichkeiten. Sobald die Erlaubnis vorliegt, könnten sie Aufgaben als Euro-Jober am Bauhof übernehmen. Auch gemeinnützige Vereine kämen als Arbeitgeber in Frage, sagt Pepiuk.

Erwachsene Flüchtlinge sind auf sich gestellt, sobald sie die Erstaufnahmeeinrichtung verlassen. So wie auch in anderen Helferkreisen der Oberpfalz hoffen die Gründer auf Zuspruch und Unterstützung der Gemeinde und der Bürger. "Wir sind kein Verein und auch keine offizielle Organisation. Diese Menschen haben ihr vertrautes Umfeld nicht freiwillig verlassen und hoffen auf Unterstützer", stellten die Helfer klar. "Wir hoffen auf viele Ehrenamtliche, die kleine Tätigkeiten übernehmen", sagt Mayrhofer-Dötsch.
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