Jahreshauptversammlung des CSU-Ortsverband Trabitz
Nicht nur Akademiker

Vermischtes
Trabitz
02.06.2016
35
0

Stephan Oetzinger, der Chef der CSU-Kreistagsfraktion, lobte den CSU-Ortsverbands in der Jahreshauptversammlung: und zwar für seine Bemühungen, bestmögliche Bedingungen für die Bürger zu schaffen. Ein Anliegen war ihm auch der Erhalt des Schulwesens

Hub/Trabitz. Den Anstrengungen der Gemeinde für bestmögliche Rahmenbedingungen für ihre Bürger und für unternehmerisches Handeln wünschte Oetzinger weiterhin Erfolg: "Was hier geleistet wird, ist unübersehbar und erfreulich."

Mit Blick auf die Kreispolitik ging der Manteler zunächst auf Erhalt und Modernisierung des Schulwesens ein: "Verglichen mit anderen Gebietskörperschaften der Region haben wir in den vergangenen Jahren die Bildungseinrichtungen in der Trägerschaft von Kreis und Kommunen nicht vernachlässigt."

Nach dem Gymnasium Eschenbach und den Realschulen in Vohenstrauß und Neustadt richte der Kreis nun sein Augenmerk auf das Gymnasium der Kreisstadt, für dessen Sanierung 16,5 Millionen Euro vorgesehen seien. "Ein vielseitiges Schulangebot ist eine wichtige Ressource für unsere Region, die nicht nur Akademiker, sondern mehr denn je Facharbeiter, Meister und Techniker braucht." Renoviert werde auch die Turnhalle der Realschule Neustadt/WN.

Weiteres Kernanliegen bleibe der Schuldenabbau: "Die Zehn-Millionen-Euro-Marke ist schon unterschritten, bis zum Jahresende wollen wir bei 8,2 Millionen ankommen. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt etwa bei der Hälfte des Durchschnitts aller bayerischen Landkreise."

Diese Entwicklung entlaste auch die Kommunen, indem die Kreisumlage um einen Prozentpunkt gesenkt werde: "Kreispolitik besteht nicht nur im eigenen Handeln des Kreises, sondern auch darin, den Gemeinden mehr Gestaltungsspielraum zu geben. Denn diese schaffen Lebensqualität und Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement."

Schließlich erwähnte Oetzinger das "Zukunftskonzept 2020" für die Kliniken-AG, das auf Dauer "eine optimale stationäre Versorgung in kommunaler Mitverantwortung" und den Erhalt der bestehenden "für die Betreuung der Bürger im Kreis Neustadt wichtigen" Häuser gewährleisten solle. Das betreffe auch das Kemnather Krankenhaus, weswegen sich der Kreis bereiterklärt habe, das Zukunftskonzept mitzutragen.

Stellvertretender Landrat Albert Nickl bescheinigte dem Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht eine "exzellente Arbeit": "Man kann immer ein Haar in der Suppe finden, aber entscheidend ist, was jemand leistet - auch und gerade dort, wo es die Öffentlichkeit nicht mitbekommt." Er erwähnte das Kommunale Investitionsprogramm des Bundes, aus dem nicht zuletzt dank Rupprecht 25 Millionen Euro in die Nordoberpfalz fließen.

Kreisstraße bleibt "auf der Liste"Wie steht es mit den Plänen für einen Ausbau der Kreisstraße Hub-Zintlhammer? Dies wollte Ehrenvorsitzender Heinrich Bauer wissen. Ortsvorsitzende und Bürgermeisterin Carmen Pepiuk entgegnete, dass sich der Landkreis bis auf Weiteres verstärkt Hoch- statt Tiefbaumaßnahmen widmen wolle. Zudem sei ein Vollausbau wegen der Geländegegebenheiten schwierig. Die Gemeinde versuche jedoch, die Straße "auf der Prioritätenliste zu halten" und zumindest eine Oberbauverstärkung zu erreichen. Dies stellte Bauer nur bedingt zufrieden: "Auf Dauer kann die schmale Straße nicht so bleiben." Vize-Landrat Albert Nickl bestätigte, dass auch das Staatliche Bauamt das Sanierungsvorhaben "auf der Liste" habe, und erinnerte an die rege und notwendige Straßenbautätigkeit im "Flächenlandkreis" Neustadt. In welcher Form der Kreis das Straßenstück ausbaue, müsse man entscheiden, "wenn es soweit ist". (bjp)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.